Der Verwaltungsrat von KNDS hat eine unabhängige Untersuchung einer früheren Transaktion mit den Streitkräften von Katar aus dem Jahr 2013 in Auftrag gegeben. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, wurde aufgrund des erneuten Aufkommens von Vorwürfen in Zusammenhang mit dem Geschäft die Untersuchung eingeleitet, die von externen Rechtsberatern und Beratungsunternehmen durchgeführt werde und auch eine Bewertung der Schlussfolgerungen zuvor durchgeführter Überprüfungen umfasse. Presseberichten zufolge geht es um den Vorwurf von Schmiergeldzahlungen in Zusammenhang mit dem Rüstungsgeschäft.
Wie es in der KNDS-Mitteilung heißt, handelt es sich als Gegenstand der Untersuchung um Verträge, die ursprünglich von Krauss-Maffei Wegmann geschlossen wurden und die Beschaffung von 24 Panzerhaubitzen 2000 sowie 62 Kampfpanzer Leopard 2 umfassten, sowie weitere Verteidigungsausrüstung, damit verbundenen Dienstleistungen sowie Ausbildungs- und Simulationsausrüstung.
Auf der Grundlage der aktuellen Ergebnisse der laufenden Untersuchung, die bereits weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen sei, gebe es keine Hinweise darauf, dass ehemalige oder derzeitige KNDS-Mitarbeiter, die an der Transaktion beteiligt waren, sich strafbar gemacht haben, schreibt KNDS.
Das deutsch-französische Landsystemhaus will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Der Wert des Unternehmens wird in Fachkreisen mit 20 Milliarden Euro und mehr taxiert. Weil die deutsche Eigentümerfamilie aussteigen will, wird gegenwärtig ein Staatseinstieg innerhalb der Bundesregierung diskutiert. Dabei soll es um Anteile von 30 oder gar 40 Prozent gehen. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte zur Frage des Staatseinstiegs gestern bei einer Pressekonferenz, dass der Ball jetzt im Kanzleramt liege.
KNDS rechnet derzeit damit, dass der Jahresabschluss 2025 und dessen Prüfung im Laufe des Monats Mai 2026 abgeschlossen werden.
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