Das Sensorsystemhaus Hensoldt präsentiert mit OrbitISR eine modulare SAR-Lösung (Synthetic Aperture Radar) für satellitengestützte Aufklärung, die laut Hersteller leistungsfähige Bildgebung mit hoher Integrationsflexibilität verbindet. Das SAR-Elektronik-Kit kombiniere hochauflösende allwettertaugliche Tag-und-Nacht-Operation mit einer Architektur, die Systemintegratoren mehr Sicherheit während der Entwicklung, Integration und späteren Weiterentwicklung gebe, schreibt Hensoldt.
OrbitISR unterstütze eine präzise Lagebeurteilung durch verschiedene SAR-Modi und konfigurierbare Beobachtungsparameter. Damit eignet sich das System nach Angaben von Hensoldt für unterschiedliche Missionsprofile und anspruchsvolle Einsatzbedingungen, in denen zuverlässige Daten und eine belastbare Zielcharakterisierung entscheidend seien. Beobachter gehen davon aus, dass das neue Radar im Rahmen der Kooperation mit Helsing, Kongsberg Defence & Aerospace sowie OHB für das satellitengestützte Aufklärungsprogramm SPOCK 2 der Bundeswehr vorgesehen sein könnte.
Wie Hensoldt in der Mitteilung ausführt, reduziert OrbitISR die Komplexität in der Systemintegration. Die modulare, offene Architektur erleichtere die Einbindung in unterschiedliche Satellitenplattformen und Nutzlastkonfigurationen, senke den Entwicklungsaufwand und reduziere Programmrisiken. Offene Schnittstellen unterstützen laut Hersteller die Integration von Drittanbieter-Komponenten und vermeiden Abhängigkeiten von proprietären Systemumgebungen.
OrbitISR basiert der Mitteilung hzufolge auf bewährter Hensoldt-Technologie und wurde für den Einsatz im Weltraum weiterentwickelt. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im SAR-Bereich sowie signifikanten Beiträgen zu TerraSAR-X, TanDEM-X und SARah leiste Hensoldt einen Beitrag zur Stärkung souveräner europäischer ISR-Fähigkeiten im Weltraum.
Lars Hoffmann















