Hensoldt investiert in Start-up Project Q und vertieft die Zusammenarbeit

Lars Hoffmann

Anzeige

Das deutsche Defence-Tech-Unternehmens Project Q hat im Rahmen einer Series A-Finanzierungsrunde 15 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde vom polnischen Venture-Capital-Investor Expeditions Fund; zudem beteiligten sich Project A und Heliad sowie der Rüstungskonzern Hensoldt.

Wie Hensoldt in einer heutigen Mitteilung schreibt, wird durch das Investment die bereits bestehende strategische Zusammenarbeit mit Project Q weiter ausgebaut und die Aktivitäten im Bereich softwaredefinierter Verteidigung und Multi-Domain-Integration gestärkt. Über die Höhe des Investments wurde laut Hensoldt Stillschweigen vereinbart.

Anzeige

Nach Angaben von Project Q wurden bei der Serie-A-Finanzierung insgesamt 15 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Start-up in einem Linkedin-Beitrag schreibt, wurde dadurch sichergestellt, dass es weiterhin vollständig durch europäisches Kapital finanziert wird. Diese stehe im Einklang mit dem eigenen Ziel der technologischen Souveränität Europas. Das neue Kapital werde in erster Linie in die Weiterentwicklung von HYDRIS fließen, der eigenen Open-Source-Integrations- und Orchestrierungsschicht, die es Streitkräften und Regierungsbehörden ermöglichen soll, eine größere technologische Souveränität zu erlangen und schnellere Innovationszyklen zu erreichen.

Anzeige

Project Q entwickelt offene Softwarelösungen, mit denen Sensoren, unbemannte Systeme, Führungs- und Missionssysteme sowie weitere Fähigkeiten unterschiedlicher Hersteller sicher miteinander verbunden werden können, wie Hensoldt schreibt.  Ziel der Partnerschaft sei es, HYDRIS mit dem softwarezentrierten Integrationsansatz von Hensoldt zu verbinden. Während Hensoldt seine Sensorik, KI- und Edge-Technologien sowie seine Integrationsplattform MDOcore einbringe, ergänze Project Q diese um HYDRIS sowie weitere Edge- und Mesh-Anwendungen und eigene akustische und seismische Sensorlösungen.

Mit dem Investment untermauere Hensoldt seine Rolle als Brückenbauer zwischen etablierter Verteidigungsindustrie und Start-ups, heißt es in der Mitteilung des Sensorspezialisten aus Süddeutschland.

Das Unternehmen bietet jungen europäischen Defence-Tech-Unternehmen Zugang zu den Programmen, Plattformen und Beschaffungsstrukturen und beschleunigt so den Weg von der Innovation zur einsatzreifen Fähigkeit. Die Beteiligung sei Teil der Unternehmensstrategie, softwaredefinierte Verteidigungsfähigkeiten gemeinsam mit europäischen Partnern weiterzuentwickeln und die Position von Hensoldt als Neo-Systemhaus auszubauen.

Christian Schmidt, Chief Strategy Officer von Hensoldt, wird mit der Aussage zitiert: „Wir verbinden die Innovationskraft junger Unternehmen wie Project Q mit unserer Systemkompetenz und unserem globalen Marktzugang. Das Investment ist ein klares Bekenntnis zu einer kooperativen Systemarchitektur, die Europas technologische Souveränität stärkt.“

Lars Hoffmann