Haushaltsausschuss gibt grünes Licht für Marinelaser und fordert Beschaffung eines landbasierten Lasersystems

Lars Hoffmann

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Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat gestern die Fertigentwicklung eines neuen Hochleistungs-Lasersystems für Marineanwendungen genehmigt und dafür einen dreistelligen Millionenbetrag freigegeben.

Mit der Entwicklung des Systems, das als HoWiSM abgekürzt wird, soll ein Konsortium aus MBDA Deutschland und Rheinmetall Waffe Munition beauftragt werden. Die Erstauslieferung ist für 2029 vorgesehen. hartpunkt vorliegenden Informationen zufolge soll sich der Auftragswert auf rund 460 Millionen Euro belaufen. Die Einrüstung des Lasersystems, welches zur präzisen Bekämpfung einer breiten Zielkategorie (Drohnen, Drohnenschwärme, Raketen, Mörsergranaten, Speedboote sowie technische Systeme wie Radarantennen und Optiken) geeignet sein soll, ist dem Vernehmen nach auf einem Einsatzgruppenversorger vorgesehen.

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Wie es heißt, haben die Haushälter jedoch mit der Freigabe einen sogenannten Maßgabebeschluss verbunden. Demnach darf die Beauftragung des Konsortiums keine Vorfestlegung für eine spätere Serienbeschaffung darstellen. Über eine solche will der Haushaltsausschuss informiert werden und separat entscheiden.

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Überdies fordern die Haushaltspolitiker, dass bei der zukünftigen Beschaffung eines Hochenergielasers für Landanwendungen internationale Wettbewerber zu berücksichtigen sind. Auch wenn Deutschland eigene Kompetenzen in dem Bereich aufbauen müsse, sei eine internationale Marktsichtung durchzuführen.

Explizit fordern die Haushälter das Ministerium auf, die Entwicklung eines landbasierten Hochleistungslasers, unter anderem zur Abwehr von Drohnen, voranzutreiben. Bis zum ersten Quartal kommenden Jahres soll das BMVg hartpunkt vorliegenden Informationen zufolge dafür ein Konzept vorlegen, das an die Vorgehensweise bei der Beschaffung von Loitering Munition anknüpft. Hierbei hatte der Bund drei Anbieter mit der Lieferung einer begrenzten Anzahl von Systemen beauftragt, die einer umfassenden Prüfung unterzogen werden sollen. Erst wenn die Loitering-Munition-Systeme die Tests erfolgreich absolviert haben, soll eine größere Bestellung ausgelöst werden.

Darüber hinaus verlangt der Haushaltsausschuss vom BMVg offenbar, darüber informiert zu werden, wenn es beim Projekt  HoWiSM zu Abweichungen vom vorgesehenen Plan kommen sollte und verlangt einen Statusbericht nach dem Erreichen des Design Review.

Schließlich sieht der Haushaltsausschuss Handlungsbedarf in der Dimension Weltraum, wie Insider berichten. Das BMVg wird beauftragt, die Entwicklung von Hochenergielasersystemen für die Weltraumanwendung – entweder mit Stationierung im All oder auf der Erde – im internationalen Umfeld zu beobachten und gegebenenfalls Anwendungskonzepte zu erarbeiten.

Lars Hoffmann