Frankreich startet Atomrakete M51.3 erstmals von U-Boot

Anzeige

Frankreich hat am gestrigen 6. Oktober erstmals eine strategische ballistische Rakete des Typs M51.3 von einem Atom-U-Boot mit ballistischen Raketen (SNLE) gestartet. Der Test erfolgte vor der Küste des französischen Départements Finistère vom Atom-U-Boot Le Vigilant im Rahmen der Operation „Smertrios“, wie die französische Rüstungsbeschaffungsbehörde DGA mitteilt.

Die Rakete wurde ohne nuklearen Gefechtskopf abgefeuert. Ziel des Abnahmetests war es den Angaben zufolge, die Fähigkeit der Le Vigilant zu überprüfen, das M51-Waffensystem nach einer turnusmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsphase (IPER) wieder einzusetzen.

Anzeige

Während des gesamten Fluges wurde die Rakete durch die DGA und insbesondere durch deren Erprobungsorganisation DGA Essais de missiles (DGA EM) verfolgt. Das Gebiet für den Wiedereintritt beziehungsweise den Einschlag der Teststufe lag laut DGA im Nordatlantik mehrere hundert Kilometer von der Küste entfernt.

Anzeige

Mit dem Test bestätigt Frankreich nach eigenen Angaben die Einsatzfähigkeit des Waffensystems. Die französische Regierung betont zugleich die Bedeutung des Tests für die Aufrechterhaltung der seegestützten Komponente der französischen nuklearen Abschreckung.Die M51.3 ist laut Mitteilung seit dem 24. Oktober 2025 operativ im Einsatz und stellt die dritte Version der französischen U-Boot-gestützten strategischen ballistischen Rakete M51 dar. Nach Angaben der DGA verfügt sie gegenüber ihren Vorgängerversionen über Verbesserungen bei Reichweite, Präzision und Durchsetzungsfähigkeit. Zudem ist das System für den Einsatz mit den neuen Nukleargefechtsköpfen TNO-2 vorgesehen.

Mit dem aktuellen Start wurde damit erstmals eine M51.3 von einem französischen Atomunterseeboot abgefeuert. Der sei Teil der französischen Bemühungen, die Einsatzbereitschaft und langfristige Glaubwürdigkeit der seegestützten nuklearen Abschreckung sicherzustellen, schreibt die DGA.
lah