Europäischer Kampfpanzer – Halbzeit bei MARTE erreicht

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Ein Jahr nach dem offiziellen Start im Dezember 2024 hat das vom Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) finanzierte Projekt MARTE (Main ARmoured Tank of Europe) nun zur Halbzeit des Vorhabens einen wichtigen Meilenstein im Projektverlauf erreicht, indem unter anderem ein umfassendes Einsatzkonzept („CONOPS“) sowie ein vollständiger Anforderungskatalog für ein künftiges Kampfpanzersystem an die Europäischen Kommission übergeben wurden. Dies geht aus einer heutigen Pressemitteilung der MARTE ARGE GbR – einem Joint Venture zwischen der KNDS Deutschland GmbH & Co. KG und der Rheinmetall Landsysteme GmbH – hervor.

Wie es in der Mitteilung heißt, ist es dem MARTE-Konsortium, unter der Leitung des MARTE-Kernteams, bestehend aus MARTE ARGE GbR, KNDS Deutschland GmbH & Co. KG und Rheinmetall Landsysteme GmbH (alle aus Deutschland), Leonardo SPA (Italien), Indra Sistemas SA (Spanien) und SAAB AB (Schweden), gelungen, mehrere technische Arbeitspakete abzuschließen und wichtige Liefergegenstände termingerecht bei der Europäischen Kommission, der „Granting Authority“, einzureichen.

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„Zu den erzielten Ergebnissen gehören ein umfassendes Einsatzkonzept („CONOPS“) sowie ein vollständiger Anforderungskatalog für ein künftiges Kampfpanzersystem. Unter der Leitung von SAAB AB arbeiteten die Konsortialpartner eng mit den beteiligten Verteidigungsministerien zusammen. Diese gemeinsame Anstrengung führte zu einer konsolidierten und harmonisierten Ausgangsbasis, die die Bedürfnisse der beteiligten Verteidigungsministerien, dem zukünftigen Kunden, ausdrücklich berücksichtigt. Darüber hinaus führte das Konsortium unter der Leitung von Indra Sistemas S.A. eine umfassende Marktstudie durch. Zahlreiche Partner brachten ihr Fachwissen ein, um die Verfügbarkeit, die technologische Reife und die Leistungsfähigkeit relevanter Technologien und Subsysteme auf dem europäischen Verteidigungsmarkt gegenüberzustellen und zu bewerten“, schreiben die Unternehmen.

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Die eingereichten Arbeitsergebnisse wurden der Mitteilung zufolge von der Europäischen Kommission formell bestätigt, und sollen damit eine solide Grundlage darstellen, um in die nächste Phase des MARTE-Projekts überzugehen. Im Rahmen dieser Phase wird sich auf die Design- und Architekturarbeiten zum MARTE-Kampfpanzer als Gesamtsystem und seiner Teilsysteme konzentriert, wobei die KNDS Deutschland GmbH & Co. KG, die Rheinmetall Landsysteme GmbH und die Leonardo SPA gemäß den Angaben der ARGE die Federführung bei diesen Aktivitäten übernehmen.

Mit dem Projekt MARTE wird darauf abgezielt, Europas zukünftigen Kampfpanzer als Gesamtsystem zu entwickeln, das die Gefechtsfelder der Zukunft dominieren wird. MARTE setzt der Mitteilung zufolge neue Maßstäbe in der multinationalen Fähigkeitsentwicklung, indem es die Anforderungen von insgesamt elf beteiligten europäischen Mitgliedstaaten (Deutschland (Führung), Belgien, Estland, Finnland, Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Spanien und Schweden) harmonisiert und dabei Erkenntnisse aus aktuellen Konflikten einbezieht. „Das ehrgeizige Gesamtziel des Projekts besteht darin, innerhalb von nur 24 Monaten das Preliminary Design Review (PDR) zu erreichen“, schreiben die Unternehmen.
wg