Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall präsentiert auf gegenwärtig in London stattfindenden Fachmesse DSEI 2025 erstmals den unbemannten 25mm-Maschinenkanonenturm CT-025, welcher neben Bodenzielen auch Drohnen effektiv bekämpfen können soll. Nach Angaben des Unternehmens wurde der unbemannte Mittelkaliberturm von Rheinmetall Electronics als ein „leistungsstarker, leichter und kompakter Turm“ entwickelt, „welcher sich insbesondere für den Einsatz auf Transport-, leichten Schützenpanzern oder Spähfahrzeugen eignet“.
Der CT-025 vereint einen stabilisierter SEOSS 320 EO-Sensor, ein leistungsfähiges Radar und die 25-mm-Maschinenkanone Oerlikon KBA. Dies soll Rheinmetall zufolge ein präzises Bekämpfen von Boden- und Luftzielen, einschließlich Drohnen, ermöglichen. Die Feuerleitanlage ist voll digitalisiert und verfügt über eine inertiale Waffenstabilisierung, einen Ballistikrechner sowie GVA/NGVA-kompatiblen Schnittstellen. Dies sorgt dem Hersteller zufolge für höchste Präzision auch in Bewegung.
Die Struktur in einer konsequenten Leichtbauweise soll das System hochmobil und plattformunabhängig machen. „Bewährte Rheinmetall-Komponenten, integriertes Design und europäische Lieferketten sichern eine zuverlässige, vielseitige Feuerkraft – bereit für die Anforderungen des modernen Gefechtsfeldes“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Zudem ist der Turm vollständig mit der Rheinmetall Battlesuite – einem applikationsbasierten „Capability Store“, über den sich Funktionen wie KI-gestützte Zielverfolgung oder andere missionsspezifische Software-Upgrades jederzeit ohne Hardwareänderung hinzufügen lassen – kompatibel. Damit können neue Fähigkeiten im Nachhinein softwarebasiert auf den Turm aufgespielt werden.
Als Haupteffektor des CT-025 kommt, wie bereits erwähnt, die Maschinenkanone Oerlikon KBA im Kaliber 25 x 137 mm zum Einsatz, die für eine Feuerunterstützung auf mittlere Distanzen optimiert ist und über effektive Reichweite von bis zu 2.700 Metern verfügt. Bei der KBA handelt es sich um die gleiche Waffe, die auch beim zukünftigen „Spähfahrzeug Next Generation“ der Bundeswehr zum Einsatz kommen wird. Rheinmetall gibt an bereits über 6.000 KBA-Kanonen produziert zu haben, die über drei Feuermodi und eine Doppelgurtzuführung verfügen. Dank des Doppelgurtzuführers können zwei verschiedene Munitionstypen in dieselbe Waffe geladen werden.
Rheinmetall gibt die Kadenz der Waffe mit bis zu 600 Schuss pro Minute an. Als weitere Feuermodi stehen der Einzelschuss sowie der schnelle Einzelfeuer-Modus (RSS) mit 200 Schuss pro Minute zur Verfügung.
Das Munitionsportfolio umfasst Rheinmetall zufolge panzerbrechende APFSDS-T-Geschosse, Deformations-Geschosse und HEI-T-Sprengbrandgeschosse sowie die neueste Anti-UAV-Munition mit Selbstzerlegefunktion für den Einsatz gegen Drohnen.
Waldemar Geiger


















