Dänemark setzt auf dezentralen Bau seiner neuen Arktis-Patrouillenschiffe

Thomas Lauge Nielsen

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Die Parteien des dänischen Verteidigungsabkommens haben sich auf ein verteiltes Baukonzept für fünf neue Arktis-Patrouillenschiffe für die dänische Marine geeinigt. Dies gab das dänische Verteidigungsministerium am 2. Februar in einer Pressemitteilung bekannt.

Die verteilte Bauweise sieht den Bau in mehreren Werften in ganz Dänemark vor, wobei eine einzige „Montagewerft” in Frederikshavn in Nordjütland angesiedelt sein soll. Teil der Entscheidung ist, dass die dänische Regierung Eigentümerin der Montagewerft sein wird und dass die Anlage so konzipiert wird, dass sie für den künftigen Bau größerer Marineschiffe genutzt werden kann.

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Die Entscheidung für die beschriebene Strategie basiert auf einer Analyse des multinationalen Beratungsdienstleisters Deloitte. Die gewählte Strategie wurde als die kostengünstigste bewertet, da sie sich auf die dänische Produktion konzentriert und das dezentrale Baukonzept Zugang zu einer breiteren dänischen Industriebasis mit mehr Arbeitskräften und Produktionskapazitäten bietet.

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In der Pressemitteilung erklärte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen: „Dänemark ist eine bedeutende Seefahrernation mit einer stolzen Tradition in der Schifffahrt und im Schiffbau. Mit der Entscheidung für eine Bau-Strategie, bei der wir mehrere dänische Produktionsstätten sowie eine Montageanlage in Frederikshavn einbeziehen, stellen wir sicher, dass die Position Dänemarks im Schiffbau gestärkt wird, während wir langfristig die Versorgungssicherheit Dänemarks stärken.“

Die Entscheidung über die Bau-Strategie folgt aus dem im April 2025 angekündigten dänischen „Marineplan“ zur allgemeinen Stärkung der dänischen Marine und ist Teil davon. Von Anfang an beinhaltete dieser Plan die Absicht, die nationale Fähigkeit zur Herstellung, Wartung und Unterstützung neuer Marineschiffe sicherzustellen. Teil 2 des Marineplans umfasst verbesserte Überwachungskapazitäten in der Arktis und um Grönland herum, wobei die neuen Arktis-Patrouillenschiffe eine wichtige Rolle spielen werden. Als zusätzliche Elemente zur Stärkung der nationalen Präsenz in der Arktis hat Dänemark bereits Langstreckenüberwachungsdrohnen des Typs MQ-9B SkyGuardian bestellt und von den USA die Genehmigung für die Beschaffung von P-8A Poseidon-Seeaufklärungsflugzeugen erhalten.

Die erforderlichen Fähigkeiten der neuen Arktis-Schiffe sind bislang noch nicht definiert, und die Festlegung der Fähigkeiten und technischen Spezifikationen wird der nächste Schritt sein. Sobald diese Fähigkeiten und Spezifikationen bekannt sind, können die eigentlichen Vertragsverhandlungen für die verschiedenen Teile des Plans aufgenommen werden. Die fünf neuen Schiffe werden die drei derzeit im Einsatz befindlichen Arktis-Patrouillenschiffe der „Knud Rasmussen“-Klasse ergänzen.

Die Pressemitteilung enthält keinen Zeitplan für den Bau der neuen Arktis-Schiffe.

Thomas Lauge Nielsen