Die dänische Regierung und die Parteien des Verteidigungsabkommens haben sich darauf geeinigt, die Beschaffung des integrierten Luftverteidigungssystems BARAK MX des israelischen Herstellers Israel Aerospace Industries Ltd. (IAI) nicht weiter zu verfolgen. Dies gab das Verteidigungsministerium bereits am Freitag, den 24. Oktober 2025, in einer Pressemitteilung bekannt.
Obwohl keine offiziellen Ankündigungen gemacht wurden, deuten Berichte in der internationalen Fachpresse darauf hin, dass die dänische Regierung in den letzten Wochen die Beschaffung des BARAK MX-Systems als Übergangslösung für die bodengebundene Flugabwehr in Betracht gezogen hat, wohl vor allem angesichts der jüngsten Drohnenangriffe in der Nähe dänischer ziviler und militärischer Infrastrukturen.
Das dänische Verteidigungsministerium hat bereits einen Plan für die Beschaffung von bodengestützten Luftverteidigungssystemen (GBAD) für die dänischen Streitkräfte aufgestellt, darunter die Beschaffung des Langstreckensystems Eurosam SAMP/T und eines oder mehrerer der Kurz- und Mittelstreckensysteme Iris-T SLM, NASAMS und VL MICA. Berichten zufolge wurde das nun abgelehnte BARAK MX als sofort verfügbare Übergangslösung in Betracht gezogen.
Die Pressemitteilung nennt keinen konkreten Grund für die dänische Entscheidung, außer dass sie „auf der Grundlage militärischer Empfehlungen des dänischen Verteidigungskommandos” getroffen wurde. Das dänische Verteidigungskommando empfahl außerdem, die Mittel, die für das BARAK MX-System vorgesehen waren, stattdessen für „andere Initiativen mit größerer unmittelbarer Kampfkraft, einschließlich der schnellstmöglichen Umsetzung der bodengestützten Flugabwehr” zu verwenden. Diese „anderen Initiativen” beziehen sich vermutlich auf die oben genannten GBAD-Systeme.
Das BARAK MX GBAD-System nutzt eine modulare, offene Systemarchitektur, um bestehende oder neue Sensoren, Kommando- und Kontrollsysteme sowie eine Reihe von Effektoren mit unterschiedlichen Reichweitenbändern zu integrieren. Letztere umfassen elektronische Kampfsysteme (Störsender) und verschiedene „Hard Kill”-Flugkörper mit Reichweiten von 15 km bis 150 km. Das System wird als in der Lage vermarktet, eine Vielzahl von Luftbedrohungen abzuwehren, von Drohnen bis hin zu taktischen ballistischen Raketen.
Thomas Lauge Nielsen


















