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Corona-Infektionen bei Blohm + Voss

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Bei der Schiffbauwerft Blohm + Voss in Hamburg sind in dieser Woche verstärkt Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden. Das zur Bremer Lürssen-Gruppe gehörende Unternehmen, das auch Marineschiffe für die Bundeswehr herstellt, hat nach eigenen Angaben am Montag einen eigenorganisierten und freiwilligen Massentest auf das Corona-Virus für rund 500 Personen durchgeführt, die alle Tätigkeiten in einer gut abgrenzbaren Zone durchgeführt hätten. Veranlasst wurde der Test laut Unternehmen nachdem zuvor  sechs Mitarbeiter aus diesem Bereich positiv auf Corona getestet worden waren.

Nachdem fast alle Testergebnisse vorliegen, seien weitere 49 Personen aus dieser Zone positiv getestet worden, teilte Blohm + Voss mit. Alle getesteten Mitarbeiter haben laut Werft die Arbeit zunächst eingestellt und den Arbeitsplatz verlassen. „Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht haben wir uns auf Basis der aktuellen Test-Ergebnisse dazu entschieden, die vorsorgliche Maßnahme der Massentestung auf die gesamte Werft auszuweiten“, teilte das Unternehmen mit.

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Wie zuvor, würden alle getesteten Personen bis zum Test-Ergebnis bezahlt von der Arbeit freigestellt, so das Unternehmen weiter. Erst nach bestätigtem, negativem Test-Ergebnis werde für diese Personen nach individueller Rücksprache entschieden, wann und wie – z.B. unter vorsorglich erweiterten Präventionsmaßnahmen – diese an den Arbeitsplatz zurückkehren können.

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Eine Woche später plant Blohm + Voss einem Sprecher zufolge einen zweiten Kontroll-Test für alle negativ getesteten Personen. Die Ausweitung des Massentests auf die gesamte Werft und eine zweite Testrunde schaffen zusätzlich Transparenz und helfe dabei, bei Bedarf strukturiert und planvoll weitere Maßnahmen umzusetzen.

Bei positiven Testergebnissen werde zudem eine Quarantäneanordnung durch das je nach Wohnsitz zuständige Gesundheitsamt erfolgen. „Für alle Maßnahmen und Aktionen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Gesundheitsämtern und Behörden der Freien und Hansestadt Hamburg“, so der Sprecher weiter. Er ließ offen, ob die Corona-Infektionen und daraus folgenden Maßnahmen Auswirkungen auf Marine-Projekte der Werft haben könnten.

In den Medien wird darüber spekuliert, dass der Corona-Ausbruch womöglich durch die Lebensbedingungen von Arbeitern aus Drittländern befördert wurde. Allerdings gibt es im Augenblick offenbar noch keinen belastbaren Hinweis auf die Ursache des Corona-Ausbruchs.
lah/12/6.8.2020