DAMON MR – Bundeswehr darf rund 25.000 Restlichtverstärkervorsatzgeräte mittlerer Reichweite beschaffen

Waldemar Geiger

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Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung der Beschaffung von rund 25.000 Restlichtverstärkervorsatzgeräten zugestimmt. Wie gut informierte Kreise gegenüber hartpunkt bestätigen, darf die Bundeswehr nun eine Rahmenvereinbarung mit der deutschen Tochtergesellschaft des griechischen Optronikspezialisten Theon Sensors SA über die Lieferung von bis zu 60.000 Sätzen von Restlichtverstärkervorsatzgeräten des Typs DAMON MR schließen, wovon in einem ersten Schritt jedoch nur etwa 25.000 Sätze fest bestellt werden.

Dem Vernehmen nach soll sich die Gesamtsumme der Rahmenvereinbarung auf über 450 Millionen Euro belaufen, wovon der Haushaltsausschuss in seiner heutigen Sitzung fast 200 Millionen Euro für die Festbestellung freigegeben hat. Damit soll der Bedarf der Streitkräfte bis 2029 gedeckt werden. Die Lieferung soll noch dieses Jahr beginnen und bis 2028 andauern.

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Beim DAMON MR handelt es sich um ein sogenanntes Restlichtverstärkervorsatzgerät, das bei eingeschränkter Sicht das Restlicht sowie das für das menschliche Auge nicht wahrnehmbare Licht im Nahinfrarotspektrum aufnimmt, mittels einer 18-mm-Restlichtverstärkerröhre um mehr als das Zehntausendfache verstärkt und anschließend für das menschliche Auge sichtbar wiedergibt. Solche Vorsatzgeräte werden ohne die Notwendigkeit einer Justierung vor die Standardoptik verschiedener Handwaffen – vom Sturmgewehr über die Panzerfaust und das Maschinengewehr bis hin zum Scharfschützengewehr – montiert, wodurch die Waffe nachtkampffähig wird. Somit können Soldaten die Waffen auch bei Dunkelheit auf größere Distanzen gezielt einsetzen.

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Die Bundeswehr hatte die DAMON-Restlichtverstärkervorsatzgeräte bereits Anfang der 2020er-Jahre in einer deutlich geringeren Stückzahl eingeführt. Öffentlich verfügbaren Herstellerangaben zufolge wiegt das DAMON MR weniger als 900 g. Das Sehfeld wird mit 13,7 Grad und die Batterielebensdauer mit mehr als 60 Stunden angegeben. Laut Datenblatt sollen sich damit Personenziele auf Distanzen von bis zu 430 m erkennen und auf 250 m identifizieren lassen.

Waldemar Geiger