Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die Beschaffung von zusätzlichen militarisierten Transportfahrzeugen für die Bundeswehr genehmigt. Gut informierten Kreisen zufolge wurde dazu eine entsprechende 25-Mio-Vorlage für die Beschaffung von etwa 2.000 ungeschützten militärischen Lastwagen des Deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall im Wert von rund einer Milliarde Euro gebilligt. Der Verteidigungsausschuss hat dem Vorhaben in seiner heutigen Sitzung ebenfalls zugestimmt.
Konkret geht es bei der Beschaffung um sogenannte ungeschützte militarisierte Transportfahrzeuge der Zuladungsklasse 3,5t bis 15t, wobei etwas mehr als 1.000 LKWs des Typs HX2 8×8 mit einer Zuladung von 15 Tonnen und 400 LKWs des Typs HX2 6×6 mit einer Zuladung von 5 Tonnen sowie mehr als 550 LKWs des Typs HX2 4×4 mit einer Zuladung von 3,5 Tonnen gekauft werden. In der Bundeswehr werden diese Fahrzeuge, von denen in den letzten Jahren eine vierstellige Anzahl beschafft wurde, unter der Bezeichnung UTF 15 t bzw. UTF 5 t und UTF 3,5 t geführt.
Dem Vernehmen nach soll die Auslieferung der nun für die Beschaffung freigegebenen Fahrzeuge noch in diesem Jahr erfolgen.
Die UTF basieren auf der robusten HX-Fahrzeugfamilie der Rheinmetall MAN Military Vehicles, die in Österreich gefertigt werden. Rheinmetall zufolge bietet die HX-Serie, von der 4×4- bis zur 8×8-Variaten, ein Höchstmaß an Kommunalität und garantiert so niedrige Lebenszykluskosten. Von vornherein auf militärische Nutzung ausgelegt, zeichnen sie sich durch hohe Mobilität auch in schwerem Gelände aus. Aktuell gehören neben Deutschland unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland, Norwegen, Schweden, Österreich, Ungarn, Singapur, Slowenien, Dänemark und auch die Ukraine zum Nutzerkreis der HX-Fahrzeugfamilie. Früheren Angaben von Rheinmetall zufolge befinden sich Weltweit mehr als 20.000 der Fahrzeuge in Nutzung. Über 16.000 dieser Fahrzeuge wurden erst in den letzten Jahren verkauft.
Hinweis: Der Beitrag wurde nachträglich korrigiert, da in einer früheren Version eine falsche zu niedrige Zahl an gekauften Transportfahrzeugen aufgeführt war.
Waldemar Geiger

















