Mit den mittleren Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeugen Spezialkräfte (AGF-2) und den mittleren taktischen Unterstützungsfahrzeugen Kommando Spezialkräfte (UFK) erhält das Kommando Spezialkräfte (KSK) ab 2027 eine neue Spezialkräfte-Fahrzeugfamilie der Neun-Tonnen-Klasse. Wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED hervorgeht, sollen für den weltweiten Transport der offenen Plattformen in allen Klimazonen spezielle Transportcontainer beschafft werden.
Dazu hat das BAAINBw nun einen Teilnahmewettbewerb eröffnet, dessen Ziel der Abschluss einer Rahmenvereinbarung über 20 Transportcontainer samt zusätzlicher Ausrüstung ist. Wie das Beschaffungsamt auf TED schreibt, sollen bis zu 20 Transportcontainer, zehn Nivellierstützen und zehn Hubeinrichtungen beschafft werden. Davon werden 15 Transportcontainer, acht Nivellierstützen und acht Hubeinrichtungen bei Vertragsschluss fest beauftragt. Hinzu kommt notwendige Dokumentation.
Bei den Transportcontainern soll es sich um Standard-20-Fuß-Container vom Typ 1CC handeln, die über sogenannte Side Doors verfügen. Als Einfahrbreite werden 2,34 m, als Einfahrhöhe mindestens 2,28 m gefordert.
Die neue Spezialkräfte-Fahrzeugfamilie des KSK basiert auf der Mammoth-Plattform von Defenture. Dabei handelt es sich früheren Berichten des BAAINBw zufolge um „ein offen gestaltetes Fahrzeugsystem mit integriertem Minenschutz, welches je nach Bedrohungslage mit ballistischen Schutzkomponenten ergänzt werden kann“.
Das AGF-2 soll dabei die Mobilitäts- und Feuerunterstützungsplattform für die Kommandosoldaten bilden, während die leicht abgewandelte UFK-Variante für den Material-, Personal- und Munitionstransport – und somit die Versorgung der Kommandos – genutzt werden soll.
Das BAAINBw hat Defenture Ende Dezember 2025 mit der Lieferung von 49 mittleren Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeugen Spezialkräfte (AGF-2) oder mittleren taktischen Unterstützungsfahrzeugen Kommando Spezialkräfte (UFK) beauftragt, hartpunkt berichtete. Von den 49 Fahrzeugen sollen 26 Systeme in der Variante AGF-2, acht in der Variante Feuerunterstützungsfahrzeug (AGF-2 mit einer 20-mm-Maschinenkanone) sowie 15 in der Variante UFK geliefert werden. Darüber hinaus hat die Bundeswehr eine Option, bis zu 31 weitere Fahrzeuge aus dem Vertrag beschaffen zu können.
Waldemar Geiger
















