Raytheon erhält Mehrjahresvertrag über 24,4 Milliarden US-Dollar für SM-6-Abfangflugkörper

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Raytheon, ein Unternehmen des RTX-Konzerns, hat von dem US-Verteidigungsministerium einen auf fünf Jahre angelegten Vertrag mit zwei zusätzlichen Optionsjahren im Wert von bis zu 24,4 Milliarden US-Dollar für Abfangflugkörper des Typs SM-6 erhalten. Damit solle die Verfügbarkeit dieses wichtigen Systems deutlich erhöht werden, das sowohl für offensive Schläge als auch für die Raketenabwehr eingesetzt werden könne, schreibt Raytheon.

Bei der SM-6 handelt es sich um ein Mehrzweck-Wirkmittel, deren primäre Funktion die schiffsgestützte Luftverteidigung sowie d ie Abwehr ballistischer Raketen (Ballistic Missile Defence oder BMD) auf weite Distanzen ist. Die genaue Reichweite der Waffe ist eingestuft, soll öffentlich zugänglichen Informationen zufolge jedoch jenseits der 350 km liegen. Neben der Luftverteidigung kann die radargelenkte Rakete zudem zur Bekämpfung von Bodenzielen sowie Schiffen genutzt werden.

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Raytheon hat eigenen Angaben zufolge umfangreiche Investitionen getätigt, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Dazu gehören der Ausbau der qualifizierten Belegschaft, der Aufbau engerer Partnerschaften innerhalb der verteidigungsindustriellen Basis sowie die Automatisierung der Produktion. Diese Maßnahmen sollen eine deutlich höhere Produktionsleistung ermöglichen, um den kurz- und langfristigen Bedarf zu decken.

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Die SM-6 ist nach Angaben von Raytheon die einzige im Einsatz erprobte Waffe, die sowohl zur Luftverteidigung (Anti-Air Warfare), zur Bekämpfung von Überwasserzielen (Anti-Surface Warfare) als auch zur Abwehr ballistischer Flugkörper (Ballistic Missile Defense) eingesetzt werden kann.

Sie wurde der Mitteilung zufolge erfolgreich von verschiedenen schiffsgestützten Plattformen der U.S. Navy sowie von landgestützten Startanlagen abgefeuert.

„Die Fähigkeit der SM-6, mehrere Missionen zu erfüllen, ist für unseren Kunden von entscheidender Bedeutung, und Raytheon konzentriert sich mit Hochdruck darauf, die Nachfrage zu bedienen“, sagte Phil Jasper, Präsident von Raytheon, laut Mitteilung.
lah