Saab zeigt erste Details eines eigenen Collaborative Combat Aircraft

Waldemar Geiger

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Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat auf der Plattform LinkedIn eine kurze Videosequenz veröffentlicht, die erste Details eines Konzeptes für ein unbemanntes Kampfflugzeug (Collaborative Combat Aircraft, CCA) zeigt.

In dem kurzen Begleittext geht das Unternehmen weder auf technische Details noch auf die Bezeichnung des Luftfahrzeuges ein. In der Mitteilung heißt es lediglich: „Bei der Zukunft des Luftkampfs geht es nicht nur um ein einzelnes Flugzeug – es geht um ein nahtloses System aus verschiedenen Systemen. Wir sind stolz darauf, unser Konzept für ein zukünftiges unbemanntes Kampfflugzeugsystem vorstellen zu dürfen. Aufbauend auf der schwedischen Luftfahrttradition ist diese Plattform darauf ausgelegt, gemeinsam mit bemannten Flugzeugen zu operieren und so maximale Flexibilität und Sicherheit in den umkämpftesten Einsatzgebieten zu gewährleisten. Entwickelt für Multi-Domain-Einsätze und die Zusammenarbeit in den Dimensionen Luft, Land, See, Weltraum und Cyber.“

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Insbesondere der letzte Satz deutet darauf hin, dass das in Entwicklung befindliche Kampfflugzeug nicht nur für das Wirken gegen Luftziele ausgelegt sein wird. Multi-Domain-Einsätze deuten üblicherweise darauf hin, dass man in mehreren Dimensionen – also mindestens in der Dimension Luft und einer weiteren Dimension – wirken kann. Dies kann sowohl ein Hinweis auf eine Luft-Boden-Wirkfähigkeit sein als auch die Möglichkeit, das System als EloKa-Plattform nutzen zu können.

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In dem Video selbst ist ein als A3-01 markiertes System erkennbar, welches offenbar über ein Strahltriebwerk und ein Deltaflügeldesign verfügt. Zudem wurde bei dem Design des CCA offensichtlich ein hoher Stellenwert auf Tarnkappeneigenschaften (Stealth) gelegt. Erkennbar sind zudem zwei seitliche Lufteinlässe (links und rechts) am Rumpf. Das Gesamtdesign deutet darauf hin, dass das unbemannte Kampfflugzeug über eine Überschallfähigkeit verfügen könnte.

Das Konzept könnte im Auftrag der schwedischen Streitkräfte entwickelt worden sein. So hat die schwedische Beschaffungsbehörde FMV (Försvarets materielverk) Saab im vergangenen Oktober beauftragt, eine Konzeptstudie zu zukünftigen Kampfflugzeugsystemen durchzuführen.

Der Auftrag umfasste den damaligen Angaben von Saab zufolge Konzeptstudien zu bemannten und unbemannten Lösungen aus der Perspektive eines Systems of Systems sowie die Technologieentwicklung und Demonstratoren, hartpunkt berichtete. Es wurde zudem angekündigt, dass die Konzeptarbeit und die Technologieentwicklung bis zum dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden sollen, während die Arbeit am Demonstrator bis 2027 andauern soll, inklusive erster Flüge. Ein Zeitplan, der sich mit der heutigen Vorstellung von Saab decken könnte.

Waldemar Geiger