Merz kündigt während Ukraine-Besuchs Finanzierung von Abfangdrohnen von Quantum Systems an

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Bundeskanzler Friedrich Merz hat während seines Besuchs in Kiew am Wochenende die Finanzierung mehrerer Zehntausend Abfangdrohnen von Quantum Systems für die Ukraine als Teil des deutschen Militärhilfepakets für den Winter 2026/2027 angekündigt. Die Systeme werden laut Mitteilung von Quantum Systems in der Ukraine hergestellt. Der Auftrag werde die Produktion von Abfangsystemen ausweiten, die in der Ukraine bereits im Einsatz sind.

Die Abfangdrohnen wurden vom ukrainischen Team bei Quantum WIY Industries entwickelt, um Städte, zivile Einrichtungen und kritische Infrastruktur vor feindlichen Drohnenangriffen zu schützen; sie sollen zudem in die Software-Suite MOSAIC UXS von Quantum Systems integriert werden. Das gemeinsame Produktionsprogramm sei eine Reaktion auf die sich wandelnde Bedrohung aus der Luft in der Ukraine, einschließlich des zunehmenden Einsatzes schnellerer, jetantriebener russischer Angriffsdrohnen, schreibt Quantum Systems. Um diesen Systemen entgegenzuwirken, seien Abfangdrohnen erforderlich, die in deutlich größerem Umfang produziert und eingesetzt werden können.

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Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche trafen sich während ihres Besuchs in Kiew mit Vertretern von Quantum Systems. Quantum Systems informierte die Delegation über die Produktion, Schulung und operative Unterstützung in Kriegszeiten sowie über den weiteren Ausbau der Produktion unbemannter Systeme in der Ukraine.

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Sven Kruck, Co-CEO von Quantum Systems, wird mit der Aussage zitiert: „Die Ukraine benötigt Abfangdrohnen im industriellen Maßstab. Durch den Ausbau der Produktion in der Ukraine können wir schneller auf die unmittelbare Bedrohung reagieren und gleichzeitig industrielle Kapazitäten aufbauen, die auch Deutschland und seine Verbündeten stärken werden.“

Das Programm ist der Mitteilung zufolge Teil des expandierenden deutsch-ukrainischen Produktionsnetzwerks von Quantum Systems, zu dem Quantum Frontline Industries, Quantum WIY Industries und Quantum Tencore Industries gehören. Dabei werden ukrainische Erfahrungen an der Front mit deutschen industriellen Kapazitäten verbunden, um Systeme für die Ukraine in großem Maßstab zu produzieren und gleichzeitig längerfristige Produktionskapazitäten für Deutschland und die verbündeten Streitkräfte aufzubauen.

Während des Kanzlerbesuchs unterzeichneten Quantum Systems und das ukrainische Unternehmen Fire Point zudem eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung neuer Technologien für unbemannte Systeme und zur Abwehr hochentwickelter Bedrohungen aus der Luft.

Quantum Systems hat seine Präsenz in der Ukraine seit 2022 ausgebaut, beschäftigt im Land mehrere hundert Mitarbeiter und arbeitet eng mit ukrainischen Verteidigungseinheiten zusammen, um Erfahrungen aus dem Frontgeschehen direkt in die Produktentwicklung einfließen zu lassen, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.
lah