Rheinmetall legt Grundstein für Pulverwerk in Aschau am Inn

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Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat gestern offiziell den Grundstein für ein neues Pulverwerk in Bayern gelegt. In der Anlage, die in Aschau am Inn entsteht, soll die Produktion bis Mitte 2027 aufgenommen werden, wie aus einem Post des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw auf WhatsApp hervorgeht. In dem neuen Produktionskomplex sollen demnach jährlich rund 2.500 Tonnen Treibladungspulver hergestellt werden. Dazu werden etwa 350 Millionen Euro in die Produktion in Aschau investiert. Rund 500 neue Arbeitskräfte werden dafür benötigt.

Wie Rheinmetall in einer heutigen Mitteilung schreibt, soll der Standort Aschau des Tochterunternehmens Nitrochemie zum größten Pulverwerk Europas entwickelt werden. Mit dem Ausbau werden die nationalen Produktionskapazitäten dem Unternehmen zufolge für mehr als eine Million Treibladungsmodule deutlich erweitert.

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Bereits ab 2027 soll die Produktion in den neu geschaffenen Liegenschaften schrittweise beginnen. Derzeit produziere der Standort Aschau im Schichtbetrieb rund um die Uhr etwa 1.700 Tonnen Pulver und rund 300.000 Treibladungsmodule pro Jahr. In den nächsten 24 Monaten solle die Produktion von Pulver und Treibladungsmodulen mehr als verdoppelt werden. So sollen in Aschau bis zu 2.500 weitere Tonnen Pulver, über 5 Millionen verbrennbare Formteile und über eine Million modulare Treibladungsmodule hergestellt werden. Die gesamte Wertschöpfungskette für modulare Treibladungen erfolgt demnach aus einer Hand – und an einem Standort. Die maximale Fertigungskapazität soll 2028 erreicht werden.

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Zur feierlichen Grundsteinlegung waren neben Rheinmetall-CEO Armin Papperger auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Nils Schmid, angereist.

Mit dem Projekt „Firepower“ reagiert Rheinmetall nach eigenen Angaben auf die hohe Nachfrage nach Munition in der westlichen Welt. Rheinmetall investiert massiv in seine Fertigung, sowohl mit dem Bau neuer Munitionswerke wie dem in Unterlüß als auch mit dem weiteren Ausbau von bestehenden Standorten wie der Nitrochemie. Bis 2030 werde eine jährliche Konzernkapazität von 20.000 Tonnen Treibladungspulver angestrebt, um den Munitionsbedarf der Bundeswehr, der NATO und der EU abzusichern. Über ein Fünftel davon – 4.200 Tonnen – werde aus Aschau kommen. Insgesamt investiert Rheinmetall rund 650 Millionen Euro in die Herstellung von Treibladungspulver und deren energetische Vorprodukte, davon 350 Millionen Euro in Aschau. Neben dem Rheinmetall-Standort Aschau am Inn beteiligen sich unter anderem die Produktionsstätten in Wimmis in der Schweiz sowie Murcia und Burgos in Spanien am Kapazitätsaufbau, wie es heißt.
lah