Die DREHTAINER GmbH, ein in Mecklenburg-Vorpommern ansässiger Hersteller für Spezialcontainer, zeigte auf der Eurosatory 2026 in Paris erstmals Mustermodelle für Containerlösungen „IT-Arbeitsplatz“ und „Systemtechnik“, mit denen die Bundeswehr zukünftig die in die Jahre gekommen Fernmeldekabinen ersetzen will.
Das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw hatte Mitte Oktober auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED veröffentlicht, dass die mit DREHTAINER geschlossenen Rahmenverträge die Möglichkeiten enthalten, in den nächsten fast 30 Jahren bis zu 8.974 Containerhüllen der Variante IT-Arbeitsplatz in sechs unterschiedlichen Typen sowie bis zu 749 Containerhüllen der Variante Systemtechnik in drei unterschiedlichen Typen zu beschaffen. Das Unternehmen hat sich der Mitteilung zufolge gegen zwei weitere Wettbewerber durchgesetzt.
Beide Containerlösungen können von der Bundeswehr wahlweise mit einem Schutz vor ballistischen Bedrohungen (ballistischer Schutz sowie Blast-Schutz gemäß STANAG 2280), BC-Bedrohungen sowie HF-Abschirmung bezogen werden. DREHTAINER ist dabei nur für die Herstellung und Lieferung der sogenannten Containerhüllen samt der Vorausrüstung (Stromversorgung, Klimatisierung, Möblierung, …) verantwortlich, die darin genutzte IT ist nicht Bestandteil der Rahmenverträge.
Wie es in der BAAINBw-Mitteilung weiter heißt, sollen die Mustercontainerhüllen „im In- und Ausland auch unter extremen klimatischen Bedingungen eingesetzt werden, die sich aus dem globalen Einsatzspektrum der Bundeswehr ergeben. Künftig sollen die Mustercontainerhüllen wie einst die Fernmeldekabinen die Basis für die vielfältigen Aufgaben im Bereich von Aufklärung, Kommunikation und Planung sowie weiteren Einsatzspektren bieten. Jedes Projekt zu Lande soll mit einheitlichen Containerhüllen aus dem Bereich von Systemcontainern bedient werden, um so ein standardisiertes Vorgehen bei der Projektarbeit zu schaffen. Die fähigkeitsstiftenden Projekte greifen auf ein bestehendes Portfolio von Containerhüllen zurück, um sie nach den individuellen Forderungen des Projekts einzurüsten.“

Wie ein Unternehmensvertreter in Paris gegenüber hartpunkt erklärte, wurde bereits mit dem Bau der Prototypen begonnen. Um den erwarteten Gesamtbedarf der Bundeswehr decken zu können, investiert das Unternehmen derzeit erheblich in den Ausbau der Produktionskapazitäten. So erfolgte erst am 24. April eine Grundsteinlegung für drei weitere Produktionshallen mit einer Produktionsfläche von mehr als 9.500m². Wie das Unternehmen angibt, werden nach dem Aufbau der neuen Hallen insgesamt 41.000m² Produktionsfläche an drei Standorten zur Verfügung stehen.
Waldemar Geiger











