Das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw hat heute mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) HEL, bestehend aus der MBDA Deutschland GmbH und der Rheinmetall Waffe Munition GmbH, einen Vertrag über die Entwicklung eines Hochenergie-Laserwaffensystems für die Deutsche Marine unterzeichnet.
Ein Joint Venture aus MBDA Deutschland GmbH und Rheinmetall Waffe Munition GmbH befinde sich dazu in Gründung, heißt es in einer Mitteilung der beiden Partner. Das Laserwaffensystem werde 2029 einsatzfähig sein. Der Vertrag hab einen Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Er umfasse die Realisierung eines Gesamtsystems für die maritime Anwendung und wird die vollständige Wirkkette von Aufklärung, Zielverfolgung und Bekämpfung abbilden.
Wie es weiter heißt, legt das Joint Venture bei der Entwicklung besonderen Wert auf deutsche Lieferketten und heimisches System-Know-how, um nationale Souveränität bei dieser Schlüsseltechnologie zu sichern.
Nach Aussage von Roman Koehne, Leiter der Rheinmetall-Division Weapon and Ammunition, wird das Laserwaffensystem den Soldaten im Einsatz auf den Marineeinheiten insbesondere bei der Drohnenabwehr ein signifikant höheres Schutzniveau verschaffen. „Die Serienfertigung wird zu großen Teilen in Deutschland durchgeführt und neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen“, so Koehne.
„Das Laserwaffensystem von MBDA und Rheinmetall ist ein technologisches Vorzeigeprojekt mit einer sehr hohen Technologiereife. Es erfüllt die spezifischen Anforderungen der Bundeswehr und wird die Verteidigungsfähigkeit der Deutschen Marine gegen Luft-, See- und Landziele signifikant stärken. Der containerisierte Lasereffektor wird zugleich kosteneffizient für den Hafenschutz aber auch weitere Anwendungen einsetzbar sein“, betont Thomas Gottschild, Geschäftsführer von MBDA Deutschland GmbH und Executive Vice President Strategy & Future Growth, MBDA.
Im März 2026 hatte der Marine-Laserdemonstrator bei der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD91) in Meppen den Angaben zufolge vor hochrangigen deutschen Delegationen wiederholt seine Leistungsfähigkeit belegt. Der Demonstrator habe bereits 28.000 nautische Meilen durch Nordsee, Ostsee und Mittelmeer an Bord der Fregatte SACHSEN absolviert und seine Wirksamkeit auch bei schlechten Umweltbedingungen nachgewiesen. Im Rahmen der über einjährigen Tests und der Nutzung bei der WTD91 wurden den Angaben zufolge über 1.000 Schüsse erfolgreich gegen Luft-, See- und Landziele durchgeführt.
lah

















