Quantum Systems übernimmt estnisches Softwareunternehmen für militärische Aufklärung

Waldemar Geiger

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Der deutsche Drohnenspezialist Quantum Systems hat SensusQ, ein estnisches Softwareunternehmen für militärische Aufklärung, übernommen und etabliert so eine dauerhafte Präsenz in Estland.

Wie das Unternehmen in einer heute veröffentlichten Mitteilung schreibt, folgt die Expansion auf die Bekanntgabe am 2. Juli der Series-D-Finanzierungsrunde, in Folge derer das Unternehmen 1,2 Milliarden US-Dollar frisches Kapital eingesammelt hat, hartpunkt berichtete.

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SensusQ ist auf die Analyse großer Datenmengen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen spezialisiert, schreibt das Unternehmen. Wie es weiter heißt, sollen die Technologie und das Team von SensusQ künftig die Softwareentwicklung von Quantum Systems stärken und das Angebot des Unternehmens in den Bereichen ISR und Datenanalyse erweitern.

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„Estland steht für starke Ingenieurskompetenz, Softwareinnovation und Verteidigungstechnologie“, wird Martin Karkour, Chief Revenue Officer bei Quantum Systems, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserem Standort in Tallinn und den Übernahmen stärken wir die Software- und Sensorfähigkeiten unseres Portfolios. Das ist ein wichtiger Schritt für unsere Präsenz in Estland und im Baltikum und für unsere Fähigkeit, integrierte europäische Lösungen für Kunden aus Verteidigung, öffentlichen Sicherheitsbehörden und kritischer Infrastruktur bereitzustellen“, erklärt Karkour weiter.

SensusQ entwickelt nach Angaben von Quantum Systems Software, die Behörden, Streitkräfte und andere sicherheitsrelevante Organisationen dabei unterstützt, große Mengen operativer Daten zu verarbeiten, zu strukturieren und auszuwerten. „Durch die Integration dieser Expertise in den eigenen Software-Stack stärkt Quantum Systems die Fähigkeit, unbemannte Plattformen, Sensoren und Datenanalyse zu integrierten ISR-Lösungen innerhalb einer souveränen europäischen Architektur zu verbinden“, schreibt das Unternehmen.

Mit dem Büro in Tallinn wird zudem ein Zentrum für die Aktivitäten in Estland geschaffen. Bis dato war die baltische Präsenz des Drohnenspezialisten eigenen Angaben zufolge auf Litauen beschränkt. Der Standort in Tallinn soll nun lokale Engineering-Kompetenz, Softwareexpertise sowie weitere estnische Fähigkeiten in den Bereichen elektrooptische Sensorik, stabilisierte Nutzlasten und Präzisions-ISR bündeln.

Waldemar Geiger