Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall beliefert die kuwaitischen Seestreitkräfte mit Multi-Ammunition-Softkill-Systemen (MASS) zur Ausstattung von acht Schiffen. Es handele sich um die erstmalige Lieferung des Täuschkörperwerfers nach Kuwait, schreibt Rheinmetall in einer Mitteilung. Der Auftragswert liege im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Weiterer Bestandteil der Beauftragung ist den Angaben zufole die zugehörige Omnitrap-Munition mit einem Auftragswert im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Integrations- und Verifikationsaktivitäten seien ebenfalls Teil der Beauftragung. Der Lieferzeitraum startet laut Mitteilung bereits mit Eingang des Auftrags im zweiten Quartal 2026 und endet nach drei Jahren im zweiten Quartal 2029.
Rheinmetall werde MASS im Rahmen des größten Schiffbauprogramms in Kuwait seit über 15 Jahren liefern. So sollen Lenkwaffenboote der Al Dorra-Klasse mit dem MASS ausgestattet werden. Bei dieser Klasse handele es sich um ein vielseitiges Stealth-Hochseepatrouillenschiff. Die Boote werden von Abu Dhabi Ship Building im Auftrag der EDGE-Gruppe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als Hauptauftragnehmerin gebaut.
Bei der bestellten Omnitrap-ER-Täuschkörper-Munition handele es sich um die neue Generation mit erweiterter Reichweite und verbesserter Flugbahn für den präzisen Einsatz von Täuschkörpern gegen modernste bildgebende Radar- und infrarotgesteuerte Bedrohungen.
MASS schützt Schiffe und Boote laut Hersteller vor vielfältigen Bedrohungen wie Angriffen mit Anti-Schiffs-Flugkörpern oder Laser-gelenkten Waffen auf hoher See ebenso wie in küstennahen Gewässern oder auf Flüssen. Es biete multispektrale Täuschung mit nur einem System. Hierzu deckt es alle relevanten Wellenlängenbereiche ab, darunter Radar, Ultraviolett, Elektro/Optische Sensoren, Laser und Infrarot.
Aufgrund seiner Modularität lässt sich MASS nach Angaben von Rheinmetall auf Schiffstypen jeglicher Größe installieren – vom Offshore Patrol Vessel bis zur Fregatte. Es könne mit geringem Aufwand in bestehende Führungs- und Waffeneinsatzsysteme integriert oder als Stand-alone-System betrieben werden.
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