Wirken während der Fahrt – Diehl Defence zeigt Luftverteidigungssystem Iris-T SLS MK4

Waldemar Geiger

Anzeige

Das deutsche Rüstungsunternehmen Diehl Defence zeigt auf der diesjährigen ILA 2026 in Berlin erstmals das Luftverteidigungssystem Iris-T SLS MK4, welches auch während der Fahrt wirken können soll. Das hochautomatisierte System verfügt über eine 360-Grad Abdeckung und wirkt bis zu 12 km weit und 6 km Höhe.

Den Angaben nach ist Iris-T SLS MK4 vollständig in die mehrschichtige Luftverteidigungsarchitektur von Diehl Defence integriert. Kombiniert auf einer 6×6-Lkw-Plattform des Typs Zetros von Daimler Truck, vereint das in Berlin vorgestellte System sowohl acht Flugkörper vom Typ Iris-T SLS, als auch Stromversorgung und ein Giraffe 1X 3D Multi-Mission Radar von Saab. Darüber hinaus sind in der gezeigten Konfiguration 15 Drohnenabwehrflugkörper des Typs Cicada integriert.

Anzeige

Diehl Defence zufolge wird das Luftverteidigungssystem Iris-T SLS MK4 plattformunabhängig entwickelt, so dass es auch auf anderen Fahrzeugen realisiert werden könnte. Zudem wurde es bewusst als aufwuchsfähige „All-in-one“-Lösung konzipiert. Eine Sensordatenfusion unterschiedlicher Sensoren – Elektrooptik, IFF und Radar – ermöglicht einen zuverlässigen, leisen und vollautomatischen Waffeneinsatz. Bei Bedarf kann das Luftverteidigungssystem mit weiteren Sensoren oder kinetisch wirkenden Nahbereichsverteidigungslösungen – beispielsweise fernbedienbare Waffenstationen – ergänzt werden.

Anzeige

Nach Angaben des Herstellers soll Iris-T SLS MK4 2028 fertig entwickelt sein und dann auch in „gemäßigter Fahrt“ wirken können. Die Starter müssen sich dabei nicht in der aktuell für die Wirkung notwendigen 90-Grad-Position, sondern in der auf dem Bild gezeigten Schrägposition befinden. Diese Fähigkeit soll unter anderem auch der Forderung im Rahmen des Bundeswehrvorhabens Luftverteidigungssystem zum Nah- und Nächstbereichsschutz (NNbS) entsprechen, die jedoch auf einer Boxer-Plattform realisiert wird.

Waldemar Geiger