Der deutsche Marineschiffbauer TKMS hat in der vergangenen Woche eine Absichtserklärung mit dem brasilianischen Verteidigungsministerium und dem Flugzeugbauer Embraer im Hinblick auf den Bau eines zweiten Loses von vier Fregatten der Tamandaré-Klasse unterzeichnet.
Wie TKMS mitteilt, fand die Unterzeichnung im Rahmen einer Zeremonie der brasilianischen Marine statt, bei der die Fregatte „Tamandaré“ (F200) – das erste Schiff des Fregattenprogramms der Tamandaré-Klasse (PFCT) – in die brasilianische Flotte aufgenommen wurde.
Anwesend waren TKMS CEO Oliver Burkhard, weitere hochrangige Vertreter von TKMS und den beteiligten Unternehmen sowie Vertreter der brasilianischen Marine und der Regierung, darunter Admiral Marcos Sampaio Olsen, Kommandant der brasilianischen Marine.
Das PFCT sei das modernste und innovativste Marineprojekt, das jemals in Brasilien entwickelt wurde, schreibt TKMS. Der Bau der F200 wurde den Angaben zufolge planmäßig in weniger als vier Jahren abgeschlossen; drei weitere Fregatten werden demnach bis 2029 an die brasilianische Marine ausgeliefert.
Die Absichtserklärung bilde nun die Grundlage für die Fortsetzung und den Ausbau des Fregattenprogramms der Tamandaré-Klasse.
Oliver Burkhard, CEO von TKMS, wird mit der Aussage zitiert: „Die Weiterführung mit einer neuen Fregattencharge ist unerlässlich, um kritische Fähigkeiten aufrechtzuerhalten und das durch den Technologietransfer im Rahmen des Tamandaré-Programms gewonnene Wissen zu bewahren. Die Absichtserklärung spiegelt auch die enge Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Deutschland sowie das langfristige Engagement von TKMS in Brasilien wider.“
Die Vereinbarung stehe im Einklang mit der Absichtserklärung, die vergangene Woche von den Regierungen Brasiliens und Deutschlands auf der Hannover Messe unterzeichnet wurde, um Verhandlungen über bis zu vier weitere Schiffe der Fregatten-Klasse aufzunehmen.
Laut Mitteilung bieten die Fregatten Exportpotenzial, von dem beide Länder profitieren. Neben seiner strategischen Rolle im Verteidigungsbereich binde das Programm rund 1.000 brasilianische Unternehmen entlang seiner Lieferkette ein. Derzeit sind laut TKMS rund 2.000 Fachkräfte direkt am Bau der Schiffe beteiligt.
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