650 Millionen Euro – Griechenland beschafft Raketenartilleriesystem PULS

Waldemar Geiger

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Der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems wurde im Rahmen eines Regierungsgeschäftes zwischen dem griechischen und israelischen Verteidigungsministerium mit der Lieferung von Raketenartilleriesystemen PULS (Multi-Purpose Universal Launching System) sowie eines dazugehörigen Munitionspakets im Wert von 650 Millionen Euro beauftragt. Dies geht aus einer gestrigen Mitteilung des Unternehmens hervor. Neben Üb-Raketen sind auch „einsatzfähige präzisionsgelenkte Raketen für verschiedene Reichweiten“ sowie Loitering Munition Bestandteil des zu liefernden Munitionspakets.

Wie Elbit weiter schreibt, wird die Lieferung innerhalb der nächsten vier Jahre erfolgen, anschließend soll das Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Jahren Serviceleistungen im Zusammenhang mit der Lieferung erbringen. Zudem ist eine Einbindung griechischer Unternehmen bei der Erbringung der Vertragsleistung vorgesehen. „Im Einklang mit der Politik der griechischen Regierung wird Elbit Systems bei der Herstellung des Systems mit der griechischen Industrie zusammenarbeiten, was auch den Technologietransfer und den Austausch von Know-how umfasst“, heißt es in der Mitteilung.

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Auch wenn Elbit selbst im Rahmen der Pressemitteilung keine Angaben zu Stückzahlen getätigt hat, deuten Medienberichte aus dem Dezember 2025 darauf hin, dass Griechenland insgesamt 36 Raketenartilleriesysteme PULS beschafft. Das griechische Parlament hatte eine solche Beschaffung im Wert von rund 650 bis 700 Millionen Euro Anfang Dezember gebilligt, hartpunkt berichtete.

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Der Mehrfachraketenwerfer PULS des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems kann eine breite Palette von Artillerieraketen mit einer Reichweite von 12 bis 300 km verschießen. Elbit gibt an, dass das „einzigartige“ Design des PULS viel Wachstumspotenzial biete. So könne das System beispielsweise zum Verschuss von Loitering Munition, einschließlich der Kanisterkonfiguration der SkyStriker Loitering Munition von Elbit Systems, befähigt werden. Zudem sei der PULS-Werfer vollständig an bestehende Rad- und Kettenplattformen anpassbar, was den Angaben des Herstellers zufolge zu einer erheblichen Reduzierung der Wartungs- und Ausbildungskosten führt.

Das Elbit-Raketenportfolio für den PULS beginnt mit der 122-mm-Rakete vom Typ Accular. Diese hat eine Reichweite von bis zu 35 km und einen 20-kg-Gefechtskopf. Für eine präzise Abstandwirkung jenseits der 100 km hat Elbit die marktverfügbare Extra im Angebot. Die Extra kann Elbit zufolge bis zu 150 km entfernte Ziele bis auf 10 m genau treffen. Das Gewicht des Gefechtskopfes beträgt 120 kg. Neben einer Unitary-Spreng-Splitter-Variante wird auch eine Penetrator-Variante angeboten. Die Predator-Hawk-Rakete kann noch weiter in die Tiefe wirken. Die Rakete hat laut Hersteller eine Reichweite von 300 km und eine Genauigkeit von 10 m. Das Gefechtskopfgewicht beträgt 140 kg.

Waldemar Geiger