Arminius – Bundeswehr will Presse- und Influencermodule für Boxer bestellen

Waldemar Geiger

Anzeige

Mit dem Vorhaben Arminius beabsichtigt die Bundeswehr, fast 2.000 Boxer in unterschiedlichen Varianten zu beschaffen. hartpunk vorliegenden Informationen zufolge sind darunter wohl auch zwei Varianten für die Öffentlichkeitsarbeit im Kriegsfall vorgesehen.

Ziel der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr ist die Schaffung der Transparenz sowie die Förderung des Verständnisses für die Arbeit der Bundeswehr, um das Vertrauen in die Truppe zu stärken. Dieser Auftrag gilt auch im Kriegs- und Einsatzfall. Dafür verfügt die Bundeswehr über zahlreiche Pressestellen und eigene Medien, in denen mehrere hunderte Soldaten, Beamte und zivile Mitarbeiter sich tagtäglich mit Öffentlichkeitsarbeit befassen.

Anzeige

Mit der Einführung spezieller Boxervarianten wollen die deutschen Streitkräfte diesem Personenkreis – welcher derzeit auf die Mobilität mittels 8-Sitzern angewiesen ist – zukünftig adäquat geschützte Plattformen zur Verfügung stellen, mit denen unter Panzerschutz direkt aus dem vordersten Frontgeschehen berichtet werden kann.

Anzeige

Zudem ist spätestens seit dem Irak-Krieg 2003 bekannt, dass zu solchen Zwecken auch Pressevertreter in die Streitkräfte „eingebettet“ werden, um dann aus der Kampfzone berichten zu können. Diesen antiquierten Weg will die Bundeswehr nicht gehen, sondern direkt aus den aktuellen Konflikten lernen. So haben Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg – hier insbesondere die Aktivitäten der russischen Seite – gezeigt, dass sogenannte Militärblogger entscheidend zur Verbreitung gewünschter Narrative beitragen können. Daher beabsichtigt man auch hierzulande eine entsprechende Szene zu etablieren und diese „Fähigkeit“ fest in die Verbände des Heeres einzubetten.

Abgeleitet aus dem Führungsboxer-Modul sollen daher die Varianten „Presse“ und „Influencer“ mit hoher Priorität beschafft werden. Das Presse-Modul soll dem Vernehmen nach mit vier Arbeitsplätzen ausgestattet werden und die Möglichkeit bieten, Kameradrohnen zu starten und landen zu lassen. Auch eine Anbindung an LTE und SatCom für die Liveberichterstattung, bei Ausfall nur Textübermittlung über Kurzwelle oder Bild und Text mit Richtfunk ist vorgesehen. Die Influencer-Module sollen über die gleiche Kommunikationsanbindung verfügen, jedoch nur zwei Arbeitsplätze mit integrierter Hintergrundleinwand im Kampfraum sowie einer Schminkecke und professioneller Beleuchtungsausstattung enthalten.

Waldemar Geiger

Diese Meldung ist, wie die Meisten bereits geahnt haben, ein Aprilscherz.