Grönland: Dänische Streitkräfte bauen Präsenz aus und üben mit Verbündeten

Lars Hoffmann

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Vor dem Hintergrund der US-Forderungen, Grönland übernehmen zu wollen, haben die Regierung Grönlands und das dänische Verteidigungsministerium beschlossen, die verstärkten Übungsaktivitäten der dänischen Streitkräfte in Grönland in enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten fortzusetzen. Wie es in einer Mitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums heißt, wird es ab heute eine erweiterte militärische Präsenz in und um Grönland geben – in enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten. Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Bündnisses in der Arktis zu stärken.

Im Rahmen der verstärkten Präsenz in der Arktis und im Nordatlantik setzen die dänischen Streitkräfte den Angaben zufolge ab heute Kapazitäten und Einheiten im Zusammenhang mit den Übungsaktivitäten ein. In der kommenden Zeit wird dies zu einer verstärkten militärischen Präsenz in und um Grönland führen, darunter Flugzeuge, Schiffe und Soldaten, auch von NATO-Verbündeten.

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Die Übungsaktivitäten im Jahr 2026 könnten die Bewachung kritischer Infrastruktur, die Unterstützung lokaler Behörden in Grönland, einschließlich der Polizei, die Aufnahme verbündeter Truppen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland sowie die Durchführung von Marineoperationen umfassen, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

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Im Sommer 2025 verstärkten die dänischen Streitkräfte ihre Präsenz und ihre Übungsaktivitäten in und um Grönland mit einer Reihe von Initiativen und Fähigkeiten, darunter Beiträge von Verbündeten wie Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen. Die Initiativen umfassten den Einsatz von Kapazitäten zu Wasser, zu Lande und in der Luft sowie Übungen zum Schutz der kritischen Infrastruktur Grönlands.

Der grönländische Minister für auswärtige Angelegenheiten und Forschung, Vivan Motzfeldt, erklärte laut Mitteilung: „Als Teil des NATO-Bündnisses ist es eine zentrale Priorität für die grönländische Regierung, dass die Verteidigung und Sicherheit in und um Grönland gestärkt werden und dass dies in enger Zusammenarbeit mit unseren NATO-Verbündeten erreicht wird. Das dänische Verteidigungsministerium und die grönländische Regierung arbeiten eng zusammen, um Initiativen und Kooperationen zwischen unseren arktischen und europäischen Verbündeten zu starten.“

Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen mit mit den Worten zitiert: „Die Sicherheit in der Arktis ist für das Königreich Dänemark und unsere arktischen Verbündeten von entscheidender Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten unsere Fähigkeit, in der Region zu operieren, weiter stärken. Dies haben wir 2025 getan, und als natürliche Fortsetzung dieser Bemühungen werden wir die Zusammenarbeit 2026 fortsetzen und ausbauen. Die dänischen Streitkräfte werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit einer Reihe von arktischen und europäischen Verbündeten untersuchen, wie eine verstärkte Präsenz und Übungsaktivitäten in der Arktis in der Praxis umgesetzt werden können.“

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte gestern bei einer Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Berlin angekündigt, dass Deutschland seine Anstrenungen in der Arktis intensvieren werde. Seinen Worten zufolge wird sich die Bundeswehr in Zukunft unter anderem mit U-Booten und Seefernaufklärern an der Überwachung der arktischen Seewege beteiligen. Der Minister betonte, dass diese „Routen im Norden“ geschützt werden müssen und dies bereits erfolge. So habe Deeutschland vor über einem Jahr eine Sicherheitspartnerschaft mit Kanada, Norwegen und Dänemark geschlossen. Es gehe darum, die Sicherheit des Nordatlantiks zu gewährleisten. Dies sei die Verantwortung aller NATO-Partner, die Atlantik-Anrainer seien.

„Grönland gehört zu Dänemark und Dänemark ist NATO-Partner“, unterstrich Pistorius. Es sei somit die Aufgabe der gesamten NATO, Grönland zu schützen. „Klar ist: Wir stehen unverbrüchlich zur territorialen Integrität und Souveränität des Königreichs Dänemark und damit auch Grönlands.“

Lars Hoffmann