Der deutsche Hersteller von Unmanned Ground Vehicles (UGV) ARX Robotics hat mit dem Hector nun eine serienreife unbemannte Radplattform mittlerer Größe vorgestellt, die mit der Marschgeschwindigkeit von in Nutzung befindlichen Gefechtsfahrzeugen mithalten kann und sich dadurch einfacher in die mobile Gefechtsführung integrieren lässt.
ARX beschreibt den Hector auf seiner Webseite als ein serienreifes, vernetztes Bodensystem, das die Reichweite vergrößert, Besatzungen schützt und Entscheidungszyklen auf dem modernen Gefechtsfeld beschleunigt. Hector gibt den europäischen Landstreitkräften das, was ihnen derzeit fehle: eine Bodenplattform, die mit Kampfeinheiten mithalten könne, die Reichweite vergrößere und Soldaten vor unnötigen Risiken schütze, schreibt das Unternehmen.
Das modulare Designs und die Software-Basis des Hectors soll die Plattform dazu befähigen, viele Aufgaben zu übernehmen. Streitkräfte sollen so mit einer einzigen, skalierbaren Flotte Aufklärungs-, Logistik-, Effektor- oder Ingenieursaufgaben erfüllen können. Dabei kann der Hector von einer Besatzung an den Rand des Einsatzgebiets gefahren und dann auf Fernsteuerung oder überwachte Autonomie umgeschaltet werden. „Was früher eine logistische Belastung war, wird zu einem Mobilitätsvorteil. Die Besatzungen nutzen Hector, um Vorräte, Sensoren oder Effektoren vorwärts zu schieben, und ziehen sich dann zurück, während die Plattform die Mission unter menschlicher Kontrolle fortsetzt“, schreibt ARX. Die Autonomiefähigkeiten des Hectors werden durch die ARX Software Mithra OS bereitgestellt.
„In einer Formation hilft Hector den Einheiten, schneller zu entscheiden, weiter zu operieren und länger durchzuhalten. Auf die Mission zugeschnittene Antriebsoptionen – schnell und mit großer Reichweite oder leise und mit geringer Signatur – sorgen dafür, dass die Plattform immer zur Aufgabe passt und nicht umgekehrt. Und in jedem Modus gilt eine Regel: Maschinen nehmen die Gefahr auf sich, Menschen behalten die Kontrolle“, beschreibt ARX die Fähigkeiten der 4×4-Radplattform.
Das Fahrzeug selbst wird von ARX auf Wunsch mit einem Verbrennungsmotor oder einem Elektroantrieb angeboten. Die Verbrennerreichweite wird dabei mit 350 km angeboten, die Reichweite des Elektroantriebs wird hingegen nicht angegeben. Die maximale Geschwindigkeit beider Varianten beträgt 120 km/h. Dabei kann der Hector unterschiedliche Nutzlasten mit einem Gesamtgewicht von bis zu 500 kg tragen. Das Fahrzeug selbst verfügt über eine Wärmebildsensorik sowie über eine Steuerungsreichweite im Fernsteuerbetrieb von bis zu 4 km.
Waldemar Geiger


















