Nachdem das Fahrzeug bereits vorletzte Woche auf der niederländischen Rüstungsmesse NEDS erstmals öffentlich gezeigt wurde, feiert der TAHR nun zum ersten Mal in Deutschland im Rahmen des diesjährigen Industrietages des Military Engineering Centre of Excellence (MILENG COE) in Ingolstadt öffentlich Premiere.
Hersteller der Spezialkräfteplattform, die erst vor Kurzem durch die Spezialkräfte der Bundeswehr beschafft wurde, ist die Flensburg Technology Systems GmbH (FTS) – ein Joint Venture zwischen der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH und der staatlichen IAI Israel Aerospace Industries/ELTA.
Bei TAHR handelt es sich um ein hochmobiles, geländegängiges, ungeschütztes zweiachsiges Fahrzeug mit offenem Aufbau (Überrollschutzkäfig). Benannt ist das Fahrzeug nach einer ziegenartige Huftierart aus dem Himalaya-Gebirge. Das zulässige Gesamtgewicht des mit einem 2,8-Liter-Dieselmotor ausgestatteten TAHR wird mit 3,4 Tonnen angegeben, wobei das Leergewicht 1,8 Tonnen beträgt.
Der TAHR kann unterschiedliche Bewaffnungsoptionen aufnehmen, beispielsweise eine Drehringlafette auf dem Dach. Zudem verfügt das Fahrzeug über eine Sekundärlafette für den Beifahrer. Gezeigt wurde eine Variante mit einem Drehbündelmaschinengewehr auf dem Dach und einem Maschinengewehr in der Sekundärlafette.
Technische Daten gemäß FTS Gewicht bis zu 3,4 t, davon 1,8 t Leergewicht Länge/Höhe/Breite 4 m / 1,85 m / 2 m Antrieb Turbodiesel mit 161 Ps Höchstgeschwindigkeit > 130 km/h Beschleunigung in < 7,5 sec von 0 auf 100 km/h Bodenfreiheit 38 cm Wendekreis 7,37 m Steigfähigkeit 45 %
Die neue TAHR-Spezialkräfte-Fahrzeugfamilie wird auf Basis der einsatzerprobten Z-Familie von All-Terrain-Fahrzeugen von IAI Israel Aerospace Industries/ELTA (IAI) realisiert. Konkret handelt es sich dabei um die Variante ZD. IAI bewirbt den ZD als ultraleichtes Kommandofahrzeug, welches sich im militärischen Einsatz bewährt haben soll. Es verfügt über eine durch die Besatzung abnehmbare Winde mit Befestigungspunkten an der Fahrzeugfront, am Fahrzeugheck und in der Fahrzeugmitte, einen einklappbaren Überrollbügel und ein einfaches Wartungs- bzw- Reparaturkonzept, welches sich auf „weit verbreitete“ COTS-Ersatzteile abstützt.
Waldemar Geiger
















