Damen: Mehrmonatige Gespräche über Führung beim F126-Projekt erwartet

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Die niederländische Damen Shipyards Group geht von langandauernden Gesprächen zur Neustrukturierung des Auftrags für die Fregatten der Klasse 126 der Deutschen Marine aus. Wie das Unternehmen in einem gestern veröffentlichten Beitrag zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 schreibt, befindet es sichweiterhin in konstruktiven Gesprächen mit dem deutschen Kunden über den Fortschritt des Rüstungsvorhabens. „Gemeinsam prüfen wir, ob die Hauptverantwortung für das Projekt auf deutsche Partner übertragen werden kann, wobei Damen ein wichtiger Partner bleiben würde“, heißt es in dem Beitrag. Diese Gespräche werden laut Damen „voraussichtlich noch mehrere Monate“ andauern.

Im Laufe dieser Gespräche sei deutlich geworden, dass die Zusage der niederländischen Regierung, das F-126-Projekt mit einem Überbrückungskredit in Höhe von 270 Millionen Euro zu unterstützen, nicht weiterverfolgt werden müsse, schreibt Damen. Da der Schiffbauer wichtige Meilensteine bei dem Vorhaben nicht erreichen konnte, hatte das BMVg offensichtlich Zahlungen verweigert. Damen soll wegen Problemen mit der Design- und Fertigungssoftware eine Verzögerung beim Projekt verursacht haben, die sich auf mindestens 40 Monate summiert.

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Das BMVg strebt deshalb dem Vernehme nach an, die Verantwortung für das Vorhaben auf die deutsche Industrie zu übertragen. Dabei soll offenbar die Verantwortung als Generalauftragnehmer von Damen auf die deutsche Marinewerft NVL übergehen. Das Unternehmen befindet sich seinerseits im Übernahmeprozess durch Rheinmetall. NVL ist bereits jetzt der wichtigste deutsche Unterauftragnehmer im F126-Vorhaben und für einen Großteil des Schiffbaus zuständig.

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Die Aussagen von Damen bestätigen Berichte aus dem Bundestag von Mitte des Monats, wonach die finale Prüfung, ob eine Übertragung von Damen auf NVL möglich ist, bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen könnte. In diesem Fall könnte das Ministerium womöglich erst im Frühjahr kommenden Jahres eine Lösung präsentieren. Ob es zu einer Einigung kommt, scheint jedoch nicht garantiert.

Wie Damen, der größte Schiffbauer der Niederlande, in dem Beitrag schreibt, war 2024 ein positives Jahr für das Unternehmen. Der Umsatz blieb knapp über 3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg demnach von 43 Millionen Euro auf 58 Millionen Euro und der Auftragsbestand wurde mit einem Rekordwert von 5,9 Milliarden Euro an Neuaufträgen auf 10,4 Milliarden Euro erhöht. Damen erwarte, dass 2025 ein weiteres finanziell positives Jahr werde, heißt es weiter. Insgesamt lieferte die Werft im vergangenen Jahr 146 neue Schiffe an Kunden aus.

„Wir sind mit dem Umfang der im letzten Jahr geleisteten Arbeit und dem daraus resultierenden finanziellen Ergebnis sehr zufrieden“, wird CEO Arnout Damen in der Mitteilung zitiert. „Als Schiffbauer sind wir erfolgreich, ebenso wie unser gesamtes Ökosystem aus Zulieferern, innovativen kleineren Unternehmen und Wissensinstitutionen.“

Der Werftkonzern räumt jedoch ein, dass die Fertigstellung der Jahreszahlen für 2024 aufgrund der anhaltenden Diskussionen um den Bau der deutschen Fregatten der Klasse F 126 länger als gewöhnlich dauerte.  Damen möchte sich nun in enger Zusammenarbeit mit dem niederländischen Verteidigungsministerium noch stärker auf die ehrgeizigen Flottenerneuerungspläne der niederländischen und der belgischen Marine konzentrieren.
lah