P13 – Bundeswehr beantragt rund 100 Millionen Euro für neue Dienstpistolen und Zubehör

Waldemar Geiger

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Mit der P13 soll die Bundeswehr zukünftig eine neue Dienstpistole im Kaliber 9 x 19 mm erhalten, die die P8 in der Truppe ablösen soll. Dazu wurden im Laufe des Jahres 2024 zwei separate Teilnahmewettbewerbe gestartet, einer für die Beschaffung der neuen „Pistole querschnittlich“ und ein weiterer Teilnahmewettbewerb für ein Holstertragesystem. Gut informierten Kreisen zufolge sollen die für die Beschaffungen einschlägigen 25-Mio-Vorlagen in den kommenden Wochen im Parlament beraten werden.

Für die Beschaffung der Pistole P13 ist es seitens der Bundeswehr beabsichtigt eine Rahmenvereinbarung mit der POL-TEC GmbH & Co. KG abzuschließen, die ein Gesamtvolumen von bis zu 56 Millionen aufweist. Im Rahmen der Vereinbarungen können bis zu 203.000 Pistolen des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka (CZ) samt Zubehör – wozu auch der Holsterkörper zählt – von der Bundeswehr gekauft werden. In einem ersten Schritt werden jedoch erstmal 65.000 Pistolen samt Zubehör beschafft, dafür sind Haushaltsmittel in Höhe von etwa 19 Millionen Euro notwendig. Beobachter gehen davon aus, dass es sich bei der ausgewählten Kurzwaffe um eine Pistole der CZ P-10-Familie handelt.

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Basierend auf dem Umstand, dass in den genannten Summen die Mehrwertsteuer sowie Kosten für Zubehör (bspw. Holsterkörper und Ersatzmagazine) und die Marge des deutschen Vertriebspartners enthalten sind, dürfte der Preis für die einzelne Pistole bei deutlich unter 200 € liegen.

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Die Rahmenvereinbarung für die Holstertragesysteme (ohne Holsterkörper) soll gut informierten Kreisen zufolge ein Gesamtvolumen von fast 47 Millionen Euro habe und mit der Helmut Hoffmann GmbH geschlossen werden. Aus dem Rahmenvertrag dürfen bis zu 186.000 Tragesysteme abgerufen werden. Als Festbeauftragung sind in einem ersten Schritt 62.000 Tragesysteme im Wert von etwa 15,5 Millionen Euro vorgesehen. Beobachter gehen davon aus, dass es sich bei dem Holstertragesystem um ein Produkt der US-Marke Blackhawk handeln dürfte.

Beide Ausschreibungen sahen eine jährliche Lieferleistung von bis zu 50.000 Systemen vor. Vor Abruf der Serien ist jedoch noch eine integrierte Nachweisführung inklusive der darin enthaltenen taktischen Einsatzprüfung vorgeschaltet.

Waldemar Geiger