GDELS baut mehrere Radpanzerfabriken in Deutschland auf

Waldemar Geiger

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Der europäische Rüstungskonzern General Dynamics European Land Systems (GDELS) will in Kürze bis zu 500 Piranha-Radpanzer sowie 500 geschützte Fahrzeuge vom Typ Eagle V jährlich für die Bundeswehr herstellen können und verdoppelt zudem seine Brücken-Produktionskapazitäten in Deutschland. Um dies zu erreichen, wird im Rahmen der GDELS-Strategie 24-500 eine beträchtliche Summe in den Standort Deutschland investiert und neue Produktionsstandorte in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie ein Systeminstandsetzungszentrum in Brandenburg aufgebaut, wie Thomas Kauffmann, GDELS Vice President und Geschäftsführer GDELS Deutschland, im Rahmen seines gestrigen Vortrages auf in Koblenz stattfindenden RüNET 2025 eröffnete.

Die Strategie 24-500 sieht es Kauffmann zufolge vor, dass GDELS „24“ Monate nach Vertragsunterzeichnung das erste Serienfahrzeug an den Kunden ausliefern kann. Die „500“ steht für die jährliche Produktionsrate des Fahrzeuges ab dem Zeitpunkt der ersten Serienlieferung.

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GDELS verfügt europaweit bereits heute über ein Dutzend Produktionsstätten, in denen jährlich über 1.000 Antriebsstränge allein für die Piranha-Familie – zu der auch der US-Radpanzer Stryker zählt – hergestellt werden. In Kürze werden weitere Standorte hinzukommen.

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Zur Umsetzung der 24-500-Strategieziele hat GDELS vor kurzem die GDELS-Fahrzeugwerke GmbH gegründet, die zwei neue Produktionswerke in Süddeutschland aufbaut. Bei dem ersten Standort handelt es sich um einen Standort im Münchener Umland. Das zweite Werk soll im südlichen Baden-Württemberg errichtet werden. Beide Standorte sind für die Fertigung der Radpanzer Piranha sowie der geschützten Fahrzeuge des Typs Eagle V vorgesehen.

Die Wartung der von der Bundeswehr bereits jetzt im Rahmen des Vorhabens Tactical Wide Area Network for Land Based Operations (TaWAN LBO) bestellten – sowie aller weiterer in Zukunft bestellten – Piranha-Radpanzer wird in einem extra in Neubrandenburg errichteten „Systemunterstützungszentrums Piranha“ erfolgen. Der Spatenstich dafür wird noch in diesem Monat erfolgen.

Daneben hat GDELS auch in seinen „Brücken“-Standort in Kaiserslautern investiert und übernimmt bereits bestehende Industriekapazitäten vor Ort. Diese Maßnahme erlaubt GDELS zukünftig die Verdopplung des Schwimmbrücken- und Fährsystems Amphibie M3. Zudem wurden im benachbarten Sembach Flächen und Hallen dazugekauft, die die Wartungskapazitäten für das gesamte GDELS-Produktportfolio erhöhen werden.

Waldemar Geiger