Yachtwerft Meyer (Zodiac) soll neue Einsatzboote für die Kampfschwimmer liefern

Waldemar Geiger

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Der Beschaffungsprozess von neuen Einsatzbooten für das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) als Nachfolger der alten RHIB 1010 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Am heutigen Nachmittag wird der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages seiner Tagesordnung zufolge über die sogenannte 25-Mio-Vorlage für die Beschaffung der neuen Kampfschwimmerboote beraten.

Wie es aus gut unterrichteten Kreisen gegenüber hartpunkt heißt, sollen dabei Haushaltsmittel für die Beschaffung von bis zu 26 Einsatzbooten, davon 9 als Festbeauftragung und 17 als Option, samt zusätzlicher Ausrüstung und Leistungen freigegeben werden. Als Lieferant der neuen Einsatzboote soll die Yachtwerft Meyer GmbH, eine 100prozentige Tochter des französischen Spezialbootsbauers Zodiac MilPro, aus Bremen fungieren, welche die Einsatzboote im Zeitraum 2027 bis 2030 an die Bundeswehr ausliefern soll.

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Damit dürfte sich die Odyssee der RHIB-Ersatzbeschaffung für die Kampfschwimmer sich langsam dem Ende nähern. Ursprünglich sollte das KSM ab Mitte 2025 neue Boote erhalten, um die alten RHIB 1010 zu ersetzen. Dazu wurden in einem ersten Anlauf im Juni 2022 gegen massive Bedenken des Parlaments, das ein Scheitern der Beschaffung aufgrund technischer Probleme befürchtete, ein Beschaffungsvertrag mit dem finnischen Hersteller Boomranger geschlossen. Dieser Vertrag wurde Anfang 2023 rückabgewickelt, weil der ausgewählte Hersteller die umfangreichen technischen Forderungen schlussendlich doch nicht erfüllen konnte.

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Um die Zeit zwischen der auslaufenden Nutzungsdauer der bisherigen RHIB-1010-Boote (2026) und dem Zulauf der neuen Boote zu überbrücken, hat das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw als Ersatzbeschaffung vier Boote des US-Herstellers „United States Marine Inc.“ vom Typ 11M NSWRIB gekauft, die unter anderem in der U.S. Navy zur Einsatzverbringung der Navy SEALs genutzt werden, hartpunkt berichtete.

Waldemar Geiger