W. L. Gore & Associates zeigt neue Generation der Kampfbekleidungstechnologie PYRAD

Waldemar Geiger

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Das Bekleidungstechnologieunternehmen W.L. Gore & Associates (Gore) zeigt auf der MiliPol 2025 in Paris erstmals die neue Generation seiner PYRAD-Produkttechnologie für flammhemmende Kampfanzüge, die Soldatinnen und Soldaten selbst bei Temperaturen über 30 °C zuverlässig von Stichflammen und Hitzestress schützen soll.

Wie es in einer heutigen Mitteilung des Unternehmens heißt, bietet die neue Generation der PYRAD-Produkttechnologie Schutz bei plötzlich auftretenden Flammen und sorgt mit sehr geringem Gewicht (<185 g/m²), hoher Luftdurchlässigkeit (> 200 l/m²/sec) und Stretch-Anteil für ein komfortableres und kühleres Tragegefühl – selbst unter schwerer Ausrüstung. Im Gegensatz zu herkömmlichen flammierenden Textilien kann so Hitzestress, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und schnellere Ermüdung durch das Tragen der Flammschutzbekleidung vermieden werden.

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Die PYRAD Produkttechnologie basiert Gore zugolge auf einem physikalischen Effekt. Dabei werden unzählige kleine reaktive Graphitteilchen gleichmäßig in das Gewebe eingearbeitet. Diese Teilchen reagieren schlagartig zu einer stabilen lückenlose Kohlenstoffschicht, sobald sie durch eine plötzlich auftretende Flamme stark erhitzt werden. Dadurch wird Hitzefluss durch das Laminat wirksam verhindert und die Flammausbreitung gestoppt, so dass der Uniformträger durch die Flamme nicht verletzt wird.

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„Die Kombination der Technologien ermöglicht modulare, flammhemmende Kampfanzugsvarianten für Bodentruppen, Luftwaffe und Marine, die weltweit alle Klimazonen und Einsatzprofile abdecken“, wird Andreas Marmsoler, Strategisches Marketing für den Verteidigungsbereich bei der Marke GORE-TEX, in der Gore-Mitteilung zitiert. „„Durch das neue Produktangebot lassen sich sehr leichte, dehnbare Laminate mit robusteren Varianten kombinieren. So können beispielsweise leichte Materialien in weniger beanspruchten Bereichen wie Brust oder Beinen und widerstandsfähigere Laminate in stark beanspruchten Zonen wie Schultern, Ellbogen oder Knien eingesetzt werden“, erklärt Marmsoler weiter.

Gore gibt an, die Funktionalität der Produkttechnologie mittels praxisnaher Feldtests in Zusammenarbeit mit Spezialeinheiten sowie Marinepersonal im Nahen Osten, im Mittelmeerraum und im Pazifik nachgewiesen zu haben. Die Kampfanzüge sollen unter Belastung mit Plattenträgern, Dornen, Brombeersträuchern oder abrasiven Oberflächen keine Leistungsabfälle gezeigt haben. Auch störende Geräusche bei Bewegungen sollen nicht auftreten.

Waldemar Geiger