Der griechische Optronikspezialist Theon Sensors SA ist von der Rheinmetall Electronics GmbH mit der Entwicklung und Lieferung des stabilisierten elektrooptischen Sensors für das integrierte Feuerleitsystem des künftigen mittelkalibrigen Turms CT25 beauftragt worden, der auch beim künftigen Bundeswehr-Spähfahrzeug Luchs 2 zum Einsatz kommen soll. Wie Rheinmetall heute auf seinem LinkedIn-Kanal schreibt, wird die als SEOSS 210 P bezeichnete Optronik auf der PHYLAX von Theon basieren, die Rheinmetall zufolge das beste „Performance-to-SWaP-Verhältnis“ (Size, Weight, and Power) bieten soll und für die Integration in vollständig digitalisierte Waffenstationen und unbemannte Turmarchitekturen optimiert ist.
Wie es in der Meldung weiter heißt, wird das Programm nach erfolgreicher Entwicklung und Qualifizierung in Verbindung mit dem Feuerleitsystem des Spähfahrzeugs Luchs 2 in Serie gehen. Der Vertrag umfasst ein erstes Auftragsvolumen von über 40 Millionen Euro für mehrere hundert stabilisierte Sensoren in der ersten Produktionscharge. Das Programm soll zudem weiteres Wachstumspotenzial bieten.
Dem Unternehmen zufolge integriert das System einen hochauflösenden Tageslichtkanal, eine Mittelwellen-Infrarot-Wärmebildkamera (MWIR) und einen augensicheren Laser-Entfernungsmesser und ermöglicht so eine präzise Zielerfassung und Feuerleitung bei Tag und Nacht sowie bei schlechten Sichtverhältnissen. „Alle Systemparameter erfüllen die hohen Anforderungen von Rheinmetall und sind auf die Einsatzstandards der Bundeswehr abgestimmt“, schreibt der Düsseldorfer Rüstungskonzern.
„Diese Zusammenarbeit unterstreicht den Systemintegrationsansatz von Rheinmetall, bei dem das eigene Plattform-Know-how mit leistungsstarken Subsystemen von spezialisierten europäischen Zulieferern kombiniert wird. Damit stärkt Rheinmetall weiterhin eine widerstandsfähige und interoperable europäische Verteidigungsindustriebasis und behält gleichzeitig die volle Systemdesignkompetenz und Integrationsverantwortung in Deutschland. Für THEON stellt das Programm einen bedeutenden Schritt dar, um seine Präsenz im Bereich fahrzeugbasierter elektrooptischer Systeme auszubauen und die Zusammenarbeit mit Rheinmetall zu vertiefen“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Rheinmetall selbst wurde erst vor wenigen Wochen von General Dynamics European Land Systems (GDELS) mit der Lieferung des Turmes, der Hauptbewaffnung und zugehöriger Simulatoren für das Spähfahrzeug Luchs 2 beauftragt. Bis 2031 sollen zunächst 274 CT-025-Türme geliefert werden. GDELS fungiert bei dem Vorhaben als Generalauftragnehmer und wurde im Oktober 2025 vom Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw mit der Lieferung von 274 Spähfahrzeugen des Typs Luchs 2 beauftragt, hartpunkt berichtete. Bei Bedarf kann die Bundeswehr 82 weitere Spähfahrzeuge aus dem Vertrag abrufen.
Waldemar Geiger


















