Smartshooter erhält 150 Millionen US-Dollar Rahmenvertrag für SMASH-Feuerleitvisiere von den US-Streitkräften

Waldemar Geiger

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Die US-Streitkräfte haben mit dem israelischen Hersteller Smartshooter eine Rahmenvereinbarung für die Herstellung und Lieferung von SMASH-Feuerleitvisieren im Gesamtwert von bis zu 150 Millionen US-Dollar geschlossen. Wie das Unternehmen heute in einer Mitteilung schreibt, verschafft der auf drei Jahre ausgelegte Vertrag einen Rahmen für künftige Aufträge zur Unterstützung der Anforderungen der US-Streitkräfte in den Bereichen Truppenschutz, Liegenschaftsschutz und Abwehr von Drohnen im Rahmen des „Domestic Shield“-Programms.

Der Vertrag unterstützt der Mitteilung zufolge das „Domestic Shield“-Programm der Joint Interagency Task Force 401 sowie damit verbundene weltweite Einsätze und deckt den Bedarf in den Bereichen Truppenschutz, Stützpunktverteidigung und Abwehr von Kleinstdrohnen in den Vereinigten Staaten und im Ausland ab. Der Vertragsumfang umfasst Hardware, Software und Updates, Schulungen sowie Supportleistungen. Menge, Umfang und Zeitpunkt künftiger Lieferungen werden durch einzelne Lieferaufträge festgelegt.

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Der zu liefernde SMASH-Systemtyp wird in der Mitteilung selbst nicht genannt. Das Unternehmen hat der Mitteilung jedoch ein Bild beigefügt, auf dem ein SMASH-2000LE-Feuerleitvisier (auch bekannt als SMASH 3000SA) erkennbar ist. Die US-Streitkräfte haben in den letzten Jahren immer wieder SMASH-Feuerleitvisiere dieses Typs beschafft.

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Bei der SMASH-Feuerleitvisier-Familie handelt es sich um eine Handwaffenoptronik, die es mit Hilfe von Computer Vision, Künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Tracking-Algorithmen Soldaten ermöglicht, Luft- und Bodenziele sehr genau zu erkennen, zu verfolgen und präzise zu bekämpfen.

Durch eine integrierte Positionsstabilisierung kann das etwa 740 g schwere Feuerleitvisier erfolgreich sowohl gegen statische als auch dynamische Ziele eingesetzt werden. Zudem ist das SMASH 2000L/3000 mit Vergrößerungsnachsatzoptiken (Booster) sowie Nachtsichtvorsatzgeräten kombinierbar, was den Einsatzwert der Optronik im klassischen infanteristischen Feuerkampf steigert.

SMASH-Feuerleitsysteme

Bei der SMASH-Familie handelt es sich um Feuerleitsysteme für Handfeuerwaffen des israelischen Herstellers Smartshooter. Smash kombiniert elektrooptische Hardware mit eingebetteter Bilderkennungssoftware und einem ballistischen Rechner. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Visier, das dem Soldaten einen Haltepunkt anzeigt, nach dem er seine Waffe ausrichten kann, ermöglicht das SMASH-Visier dem Soldaten, sein Ziel zu verfolgen, es anzuvisieren und genau in der Sekunde zu feuern, die einen Treffer garantiert. Das Feuerleitvisier berücksichtigt dafür eine Reihe von Faktoren: von der Bewegungsrichtung und dem Bewegungstempo des Ziels bis hin zur Ballistik der Waffe, auf der es montiert ist.

Ist ein Ziel einmal erkannt und festgelegt, errechnet der Algorithmus eine Schusslösung. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Bewegung von Ziel und Schützen berechnet das System kontinuierlich den für einen Treffer erforderlichen Haltepunkt. Dieser dynamische Haltepunkt wird kontinuierlich im Okular angezeigt und bietet dem Schützen so eine deutlich höhere Trefferwahrscheinlichkeit für jeden Schuss. Der Schütze betätigt den Abzug, das System erlaubt eine Schussauslösung nur dann, wenn der Schütze den Zielpunkt der Waffe über den errechneten Haltepunkt eines vorher markierten Ziels führt. Der Schuss bricht dann automatisch. Sollte der Schütze die Waffe auf konventionelle Weise (manuell) abfeuern wollen, kann er den SMASH-Sperrmechanismus mittels eines Tastendrucks aus- und wieder einschalten.

Je nach Ausführung können nach Angaben von Smartshooter so Bodenziele, beweglich und stationär, bis mindestens 600 Meter und Kleinstdrohnen bis 250 Meter bekämpft werden.

Waldemar Geiger