Drohnenabwehr: US-Streitkräfte bestellen weitere SMASH-Feuerleitvisiere von Smartshooter

Kristóf Nagy

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Die US-Streitkräfte haben zur unmittelbaren Stärkung der eigenen Abwehrfähigkeiten gegen Kleinstdrohnen weitere SMASH-Feuerleitvisiere des israelischen Herstellers Smartshooter beschafft. Wie es in einer heutigen Mitteilung von Smartshooter heißt, hat nun erstmals die vom U.S. Department of War eingerichtete Joint Interagency Task Force 401 (JIATF‑401) einen Auftrag über die Lieferung von SMASH‑Systemen erteilt.

Die Task Force ist die zentrale Stelle der USA zur Koordinierung von Fähigkeiten zur Bekämpfung kleiner unbemannter Luftfahrzeuge (Counter‑sUAS, C‑UAS) über die Grenzen von Teilstreitkräften und ausgewählte Bundesbehörden hinweg.

Einer Mitteilung des US-Kriegsministeriums zufolge werden im Rahmen des Vertrages unter anderem 210 SMASH-Geräte gekauft. Der Basisauftrag für Smartshooter hat nach Angaben des Unternehmens ein Volumen von rund 2,4 Millionen US‑Dollar und umfasst die Lieferung von SMASH 2000LE‑Feuerleitgeräten, zugehörige Ersatzteile sowie Ausbildung. Optionen für weitere Systeme, Ersatzteile und Trainingsleistungen im Wert von zusätzlichen etwa 2,3 Millionen US‑Dollar sind bereits in den Vertrag integriert. Mit dem jetzt geschlossenen Vertrag können US‑Streitkräfte die SMASH‑Familie, darunter SMASH 2000LE, SMASH X4 und SMASH Hopper 5000 Systeme künftig über den JIATF‑401‑Marktplatz beschaffen. Die Systeme sind zur Unterstützung operationeller C‑sUAS‑Forderungen vorgesehen und sollen in bestehende, mehrschichtige Drohnenabwehrverbünde integriert werden.

SMASH 2000LE, welches in den USA auch unter der Bezeichnung SMASH 3000SA geführt wird, ist eine weiterentwickelte Ausführung des leichten, handgeführten Feuerleitgeräts von Smartshooter. Im Fokus steht laut Hersteller eine KI‑gestützte Detektion und Zielverfolgung, sowie Priorisierung von Zielen im Sichtbereich des Schützen.

Das System „verheiratet“ dabei die Aspekte Absehen, Abzugsmoment und Zielbewegung, um die Trefferwahrscheinlichkeit gegen kleine, schnelle Ziele signifikant zu erhöhen. Die LE‑Konfiguration erlaubt zudem die Anbindung an externe Sensoren (z.B. Überwachungsradare, EO/IR‑Systeme), sodass Zielinformationen im Verbund geteilt werden können. Damit adressiert SMASH 2000LE Smart Shooter zufolge eine Lücke im unteren Segment der C‑sUAS‑Architektur auf Zug‑ bis Trupp‑Ebene.

JIATF‑401 wurde durch das Department of War als ressortübergreifende Task Force aufgesetzt, um Entwicklung, Integration und Einrüstung von Counter‑sUAS‑Fähigkeiten kohärent zu steuern. Dazu zählen insbesondere die Ableitung gemeinsamer Fähigkeitsforderungen aus den Erfahrungen der Teilstreitkräfte und Bundesbehörden im Umgang mit Kleindrohnen. Weiterhin soll die koordinierte Erprobung unterschiedlicher Sensor‑, Effektoren‑ und Führungssysteme, von Radaren und elektrooptischen Aufklärungs­systemen über Störsender und Hard‑Kill‑Effektoren bis hin zu Software‑definierten C2‑Lösungen vorangetrieben werden.

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Durch wie im aktuellen Fall erfolgende Bündelung von Beschaffungen und Schaffung eines gemeinsamen Marktplatzes sollen zudem qualifizierte C‑sUAS‑Produkte verschiedener Anbieter den Truppenteilen und Behörden standardisiert zur Verfügung gestellt werden. Nicht zuletzt soll JIATF‑401 durch eine Harmonisierung von Doktrin, Ausbildungs­programmen und Einsatzverfahren (TTPs) für den Umgang mit handelsüblichen, modifizierten und militärisch genutzten sUAS die Ausbildung und in Übungshaltung der eingesetzten Kräfte verbessern.

Kristóf Nagy

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