Rheinmetall und Nooteboom stellen HX81 mit Schwerlast-Tieflader MPL-121-08(D) vor

Lars Hoffmann

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Der Transport schwerer Gefechtsfahrzeuge bildet eine Schlüsselfähigkeit bei der Landes- und Bündnisverteidigung. Auf der Fachmesse Eurosatory 2026 in Paris zeigt Rheinmetall ein gesamtheitliches Schwerlasttransporter-System mit neuem Tieflader für gepanzerte Gefechtsfahrzeuge.

Als Sattelzugmaschine dient der bewährte HX81 von Rheinmetall MAN Military Vehicles, wie der Düsseldorfer Rüstungskonzern in einer Mitteilung schreibt. Das Zugfahrzeug verfügt den Angaben zufolge über einen Achtzylinder-Dieselmotor mit 680 PS. Hierdurch erreicht der Allrad-LKW laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 89 km/h und kann Steigungen von 60 Prozent überwinden. Das technisch zulässige Zuggesamtgewicht liege bei 130 Tonnen. Die HX81 Sattelzugmaschine verfügt über die gleiche Fahrerkabine wie die von Rheinmetall an die Bundeswehr gelieferte Familie „Ungeschützter Transportfahrzeuge“ (UTF). Die Kabine lässt sich bei Bedarf durch eine geschützte Variante austauschen. Zur Fahrzeugausstattung gehört weiterhin eine Doppelwinden-Anlage der Firma Rotzler mit jeweils 20 Tonnen Zugkraft.

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Der MPL-121-08(D) – wird gemeinsam mit Nooteboom entwickelt und von Rheinmetall gebaut und vertrieben – ist laut Mitteilung ein hydraulisch gelenkter Halb-Tieflader mit acht Pendelachsen. Er wurde nach militärischen Vorgaben für den Transport schwerer Ketten- und Radfahrzeuge unter anspruchsvollen Bedingungen entwickelt. Das technische Gesamtgewicht liegt bei bis zu 121 Tonnen, die Nutzlast beträgt 92 Tonnen, wie es weiter heißt.

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Neben dieser hohen Traglastfähigkeit standen bei der Entwicklung laut Rheinmetall ausdrücklich militärische Anforderungen wie Geländegängigkeit, Kompatibilität mit militärischen Zugfahrzeugen, Ladungssicherung und Einsatztauglichkeit innerhalb militärischer Logistikketten im Mittelpunkt.

Das Design ermöglicht laut Hersteller einen großen Federweg von 600 mm und verfügt über einen hydraulisch verstellbaren Schwanenhals. Dieser sei höhenverstellbar und hydraulisch mit den ersten drei Achslinien verbunden. Dies gewährleiste eine ausreichende Sattelzugkraft auf den Lkw, sodass dieser auch auf sehr unebenem Gelände stets die Traktion aufrechterhalten könne.

Der Anhänger ist mit mehreren verstellbaren Kettenführungen ausgestattet, um die Ketten gepanzerter Fahrzeuge beim Verladen sicher zu führen. Ihr großer Verstellbereich ermögliche das schnelle und präzise Verladen einer Vielzahl von Kettenfahrzeugen.

Der MPL-121-08(D) ist den Angaben zufolge für anspruchsvolle militärische Verladevorgänge, effizientes Handling und Bergung im Einsatz konzipiert. Rollen und Seilrollen unterstützen zwei Windenkonfigurationen und leiten die Windenseile vom Lkw zur Ladeplattform des Anhängers. Der Anhänger ist mit einer Plattform und einem Geländer am Schwanenhals ausgestattet, was einen sicheren Windenbetrieb per Fernsteuerung ermögliche.

Die Rampen sind in der Breite hydraulisch verstellbar, was eine Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugspurweiten ermöglichen soll. Die Stützbeine sind ebenfalls hydraulisch zu betätigten. Eine manuelle Achslenkung ist unabhängig von der Zugmaschine per Funkfernsteuerung möglich. Darüber hinaus lassen sich die Achsen mithilfe des ASA-Systems (Automatic Straight-Ahead Alignment) automatisch ausrichten.

Lars Hoffmann