Rheinmetall ICEYE Space Solutions stellt Bundeswehr mit SPOCK 1 Zugriff auf SAR-Satelliten bereit 

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Weniger als ein Jahr nach ihrer Beauftragung hat die Rheinmetall ICEYE Space Solutions GmbH einen zentralen Meilenstein in dem neuen Satelliten-Programm für die Bundeswehr mit der Bezeichnung SPOCK 1 (SAR Spacesystem for persistent operational tracking Stufe 1) bereitgestellt. Wie Rheinmetall in einer Mitteilung schreibt, erhalten die deutschen Streitkräfte nun direkten Zugriff auf mehrere exklusiv dafür vorgesehene Synthetic-Aperture-Radar-Aufklärungssatelliten (SAR) und können diese eigenständig beauftragen – aufbauend auf der bereits verfügbaren SAR-Aufklärungsleistung über weitere Satelliten.

Dabei betreibt das Joint Venture Rheinmetall ICEYE Space Solutions die SAR-Satelliten und baut die Konstellation weiter aus, wie es weiter heißt. Genutzt werde die Fähigkeit insbesondere für den Schutz der Brigade Litauen und für die Überwachung der NATO-Ostflanke. SPOCK 1 beschreibt die erste Stufe eines nationalen Radaraufklärungssystems zur kontinuierlichen, wetterunabhängigen Satellitenüberwachung.

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Nach Angaben von Rheinmetall ist die Produktion von SAR-Satelliten am Standort Neuss erfolgreich angelaufen. Mit dem Produktionsstart gehe Rheinmetall ICEYE Space Solutions von der Planung und dem Aufbau in die industrielle Umsetzung über. Am Standort Neuss werden Produktion, Integration, Test und Qualitätssicherung unter einem Dach gebündelt. Am Rheinufer sollen so mehrere Dutzend Satelliten jährlich gebaut und für den Flug in den Erdorbit qualifiziert werden.

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Rafal Modrzewski, CEO und Mitbegründer von ICEYE, wird mit der Aussage zitiert: „Jeder SPOCK-1-Satellit profitiert von den Erfahrungen, die ICEYE im Laufe der Jahre beim Betrieb der weltweit größten SAR-Konstellation für staatliche Kunden gesammelt hat. Diese Erfolgsbilanz in Verbindung mit der industriellen Größe von Rheinmetall ist der Grund, warum man in Deutschland so schnell vom Vertrag zur operativen Einsatzfähigkeit übergehen konnte. Unsere Aufgabe ist es nun, dieses Tempo beizubehalten, während das System weiter wächst.“

Nach Angaben des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw wurde das Vorhaben seit dem Projektstart im Februar 2025 ohne Zeitverzüge realisiert. In den kommenden Monaten werde das Satellitennetz weiter ausgebaut und es würden weitere Auswertefunktionen hinzugefügt. SPOCK 1 werde seine volle Operationsfähigkeit im kommenden Jahr erreichen.

SPOCK 1 ergänzt laut BAAINBw die bisherigen „strategischen“ Satellitensysteme SAR-Lupe und SARah, indem es die Aufklärung konsequent an den Anforderungen der Operationsführung ausrichtet. Priorität haben demnach die schnelle Bildlieferung und kurze Bildwiederholzyklen, kombiniert mit einer automatischen Bildauswertung durch KI. Mit dem Beginn des operationellen Betriebs von SPOCK 1 am 1. Oktober 2026 wurde der Mitteilung zufolge ein wichtiger Meilenstein für die an der NATO-Ostflanke stationierte Panzerbrigade 45 in Litauen erreicht.

Aus Sicht des Nutzers, der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum (CIR), ist SPOCK 1 ein wichtiger Schritt: „Mit SPOCK 1 konnten sehr kurzfristig die Aufklärungsfähigkeiten der Bundeswehr erweitert werden. Diese sind wesentlich für den Schutz der NATO-Ostflanke und der Brigade Litauen, da auf diese Weise Vorwarnzeiten deutlich beschleunigt werden können. Somit stellen SPOCK 1 sowie die anstehenden Ergänzungen einen wichtigen Schritt für die Fähigkeiten der Teilstreitkraft CIR sowie für die Weltraumsicherheitsstrategie der Bundesregierung dar“, so Generalmajor Armin Fleischmann, Weltraumbeauftragter des Kommandos CIR.
lah