Raytheon erwägt offenbar Produktion des Luft-Luft-Flugkörpers AMRAAM in Europa

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Der zur RTX-Gruppe gehörende US-Rüstungskonzern Raytheon plant den Ausbau der Produktionskapazitäten für seine Luft-Luft-Rakete AIM-120 AMRAAM (Advanced Medium-Range Air-to-Air Missile). In Zusammenarbeit mit der US-Regierung und mehreren NATO-Staaten führe Raytheon derzeit eine Reihe von Machbarkeitsstudien durch, um weitere Zulieferer in Europa für wichtige AMRAAM-Komponenten zu qualifizieren, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Diese Maßnahme werde von den beteiligten Verbündeten finanziert und ziele darauf ab, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, Lieferungen zu beschleunigen sowie die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll es dabei auch um die Co-Produktion der Lenkwaffe in Europa gehen.

„Der Ausbau der AMRAAM-Produktionskapazitäten ist unerlässlich, um den dringenden Bedarf an Luftverteidigung der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeten zu decken“, sagte Michael P. Duffey, Unterstaatssekretär für Beschaffung und Instandhaltung im US-Kriegsministerium der Mitteilung zufolge.

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Im Rahmen des NATO-Gipfels in Ankara fand gestern eine Unterzeichnungszeremonie statt, mit der die Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten, den beteiligten Verbündeten und Raytheon gewürdigt wurde, wie es weiter heißt.

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Beobachter gehen davon aus, dass auch Deutschland als Produktionsstandort für die AMRAAM in Frage kommt. So dürfte die Luftwaffe einer der größten Nutzer der Rakete in Europa sein. Zudem bietet Deutschland gute industrielle Voraussetzungen für eine Fertigung. Raytheon und MBDA Deutschland bauten überdies bereits gemeinsam die Fertigung für den Lenkflugkörper GEM-T für das Luftverteidigungssystem Patriot auf. Wie Raytheon schreibt, wird erwartet, dass sich weitere Nationen der multinationalen Zusammenarbeit anschließen werden, um die industriellen Kapazitäten zu erweitern und die weltweit steigende Nachfrage nach AMRAAM zu decken.

„Diese Initiative unterstreicht, wie Industrie und Regierungen zusammenarbeiten können, um die transatlantische Verteidigungsindustriebasis zu stärken“, sagte Sam Deneke, Präsident des Geschäftsbereichs Air & Space Defense Systems bei Raytheon laut Mitteilung. „Da die Verbündeten in den Ausbau der Kapazitäten investieren und die US-Regierung die dafür erforderlichen politischen Rahmenbedingungen schafft, können wir die Bereitstellung dieser bewährten Fähigkeiten für die Soldaten beschleunigen, die sich täglich auf AMRAAM verlassen.“
lah