Protector RS4 – Kongsberg liefert Waffenstation für deutsche und schwedische CAVS-Radpanzer

Waldemar Geiger

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Der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg Defence & Aerospace wurde vom finnischen Rüstungskonzern Patria mit der Lieferung von Protector RS4 Waffenstationen für die Nutzung auf deutschen und schwedischen CAVS-Radpanzern beauftragt. Kongsberg hält seit 2016 49,9 Prozent an dem CAVS-Hersteller Patria.

Wie Kongsberg in einer heutigen Meldung schreibt, beläuft sich das Gesamtvolumen dieser Beschaffung auf mehrere hundert Waffenstationen. Der Vertrag hat einen Wert von rund 140 Millionen Euro und beinhaltet zudem das Potenzial für umfangreiche Folgeaufträge bis 2026 und darüber hinaus.

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Dem Hersteller zufolge handelt es sich bei den bestellten Waffenstationen um eine modernisierte Version der „nordischen Konfiguration“, für die sich bereits mehrere europäische Streitkräfte entschieden haben. Sie verfügt über fortschrittliche integrierte Sensoren, Multi-Waffen-Fähigkeit und die Möglichkeit, sie mit Drohnenabwehr-Funktionen zur Bekämpfung von Drohnen aufzurüsten.

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„Dieser Vertrag positioniert die RS4 als Standardkonfiguration für Waffenstationen in der multinationalen CAVS-Flotte. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit den schwedischen und deutschen Streitkräften auszuweiten“, wird Kjetil Reiten Myhra, Executive Vice President bei Kongsberg Defence & Aerospace, in der Mitteilung zitiert.

Die Bundeswehr hat bis dato 349 CAVS-6×6-Radpanzern in mehreren Varianten bei Patria bestellt, hartpunkt berichtete. Mit den zwei am 18. Dezember geschlossenen Verträgen werden gut informierten Kreisen zufolge folgende Varianten des CAVS-Radpanzers beschafft:

  • zehn Fahrzeuge in der Variante schwedischer Truppentransporter (APC) die von Patria schnell hergestellt und bereits Anfang 2026 geliefert werden können,
  • 170 Fahrzeuge in der Variante Pioniergruppe plus Option auf 54 weitere,
  • 48 Fahrzeuge in der Variante Panzeraufklärungsgruppe mit der Option auf 14 weitere,
  • 69 Fahrzeuge in der Variante schwerer Mörser (120mm-Mörsersystem NEMO auf CAVS-Plattform) plus Option für 61 weitere Systeme und
  • 52 Fahrzeuge in der Variante Feuerleitfahrzeug plus Option auf 398 weitere Fahrzeuge.

Es werden jedoch nicht alle Varianten über fernbedienbare Waffenstationen verfügen, wie beispielsweise die 69 Radpanzer mit dem Mörserkampfsystem-NEMO.

Waldemar Geiger