Eine nicht näher spezifizierte Investorengruppe hat 100 Prozent der Anteile an Lothar Walther, einem familiengeführten Rohrhersteller für Handwaffen, übernommen, um das Unternehmen zukünftig gemeinsam mit anderen Herstellern von Präzisionswaffenkomponenten in der WX Gruppe zu bündeln. Wie es in einer heutigen Pressemitteilung heißt, bilden die Lothar Walther Feinwerkzeugbau GmbH mit Sitz in Königsbronn (Baden-Württemberg) und die Lothar Walther Precision Tools, Inc. in Cumming (Georgia, USA) das Plattforminvestment der neu gegründeten Gruppe, die von Franz von Stauffenberg geführt wird.
Wie es in der Mitteilung heißt, ist es das Ziel der WX Gruppe, mittelständische, inhabergeführte Präzisionszulieferer für Handfeuer- und Luftdruckwaffen – von der Einzelkomponente bis zum geprüften Teilsystem – zu konsolidieren und den Kunden als Systempartner über die gesamte Komponentenbreite zur Verfügung zu stehen. Der Akquisitionsfokus soll dabei auf Deutschland, der Schweiz, Norditalien und den USA liegen.
Mit der Übernahme von Lothar Walther hat sich die Gruppe ein in dritter Generation geführtes Unternehmen gesichert, das 1925 gegründet wurde und weltweit zu den führenden Herstellern hochpräziser Rohre für behördliche sowie kommerzielle Handwaffen zählt. Eigenen Angaben zufolge bietet das Unternehmen mit über 250 Kalibern eines der breitesten Sortimente am Markt und beliefert rund 650 Kunden in über 60 Ländern. „Als einziger unabhängiger europäischer Laufhersteller vereint Lothar Walther die beiden Schlüsseltechnologien Button Rifling und Cold Hammer Forging unter einem Dach und deckt damit sowohl höchste Präzisionsanforderungen als auch volumenstarke Anwendungen ab“, schreibt das Unternehmen. Die vollintegrierte Fertigung vom Rohling bis zum Fertiglauf erfolgt dabei an zwei Standorten, in Europa und in den USA.
Wie es in der Mitteilung zudem heißt, erfolgt die Transaktion im Rahmen einer geregelten Nachfolgelösung: Die bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter Frank Walther und Gerd Walther werden den Übergang dabei aktiv begleiten.
Waldemar Geiger














