MBS steigt bei Berliner Satellitenbauer BST als strategischer Investor ein

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Die MBS GmbH, ein deutscher Betreiber von Bodenstationen für die Weltraumkommunikation, übernimmt 20 Prozent der Anteile an der Berlin Space Technologies GmbH (BST), einem Hersteller von Satelliten. Wie die beiden Unternehmen in einer Mitteilung schreiben, planen sie den Aufbau eines durchgängig deutschen Weltraumökosystems aus mittelständischer Hand – von der Satellitenfertigung über den Zugang zum Orbit bis zum Betrieb und der souveränen Nutzung.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, entwickelt und fertigt BST Satelliten in Berlin. MBS bringt eigene Bodenstationen in Europa, Satelliten im Orbit, Launch-Vereinbarungen sowie fast 50 Jahre Erfahrung im Betrieb missionskritischer Weltraumanwendungen und Services mit.  Nach eigenen Angaben erbringt MBS seit 2022 in der Ukraine Unterstützungsleistungen und ist langjähriger Partner von Bundeswehr und Bundesbehörden.

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Seit Januar 2025 betreibt MBS demnach eine eigene Nutzlast im Orbit, die zweite und dritte Satellitengeneration seien bereits im Bau, die vierte nach Angaben des Unternehmens stehe kurz vor dem Bau. MBS hat überdies eine Vereinbarung mit dem südkoreanischen Launch-Start-up Innospace zur Nutzung von deren Trägerraketenkapazitäten geschlossen.

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Die Beteiligung an BST schließe die letzte Lücke in Richtung Satellitenfertigung — und schaffe eine in Europa seltene Kombination: Situational Awareness, Kommunikation und Datenverarbeitung im Orbit und am Boden, aus einer Hand und unter deutscher Kontrolle, schreibt MBS.

BST wurde den Angaben zufolge 2010 gegründet und ist nach eigenen Angaben der exportstärkste deutsche Satellitenhersteller in der 50- bis 500-Kilogramm-Klasse. Die erste Ausbaustufe einer Fabrik mit über 300 Satelliten Jahreskapazität wurde Anfang 2026 eröffnet, der Vollausbau soll bis Anfang 2027 erfolgen. Die Expansionspläne werden laut Unternehmen durch strategische Partnerschaften wie mit der OHB SE im Jahr 2023, und mit der MBS im Jahr 2026 vorangetrieben.

Tom Segert, Gründer und Geschäftsführer der Berlin Space Technologies GmbH, wird mit der Aussage zitiert: „Die ambitionierten Ziele Deutschlands im Bereich Raumfahrt werden nur dann erreichbar sein, wenn der Mittelstand in Schlüsselpositionen dazu beiträgt. Das Investment und die strategische Partnerschaft mit MBS versetzen uns in die Lage dazu. Während andere noch über strategische Autonomie reden, liefern wir sie schon heute.”
lah