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Kommando CIR offiziell in Dienst gestellt

Die Bundeswehr hat am gestrigen Mittwoch das Kommando Cyber- und Informationsraum unter Führung von Generalleutnant Ludwig Leinhos – dem ersten Inspekteur der neuen Teilstreitkraft – in Bonn offiziell in Dienst gestellt.

„Die heutige Geburtsstunde des Kommandos Cyber- und Informationsraum (CIR) ist für die Bundeswehr mehr als ein Meilenstein. Damit stellen wir uns international im Spitzenfeld auf“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen laut Mitteilung ihres Hauses beim Indienststellungsapell.

Die rund 260 Angehörigen des Kommandos sollen truppendienstlich und fachlich den neuen Organisationsbereich CIR führen und ganzheitlich für die Dimension Cyber- und Informationsraum verantwortlich sein.

Nach Aussage der Ministerin wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres über  280.000 Ereignisse gezählt, die als Cyber-Attacken gegen die Bundeswehr gewertet werden können. Dies reiche von der einfachen Spionage, Datenklau über Zerstören bis Manipulieren und Beeinflussen. „Und um eins klarzustellen: Wenn die Netze der Bundeswehr angegriffen werden, dann dürfen wir uns auch wehren“, wird die Ministerin zitiert.

Die Angehörigen des neuen Organisationsbereichs sollen laut Mitteilung zum einem den Schutz und Betrieb des IT-Systems der Bundeswehr, sowohl im Inland als auch im Einsatz sicherstellen, zum anderen Fähigkeiten zur Aufklärung und Wirkung im Cyber- und Informationsraum stärken und weiterentwickeln.

Im Juli werden sollen dem Kommando rund 13.500 Soldatinnen und Soldaten und zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstellt sein. Ab Juli 2017 werden dem Kommando dann truppendienstlich das Kommando Strategische Aufklärung, das Kommando Informationstechnik der Bundeswehr, ehemals Führungsunterstützungskommando der Bundeswehr, und das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr unterstellt. Nach Aussage der Ministerin sind im aktuellen Haushalt rund 1,6 Mrd EUR für IT-bezogene Aufwendungen vorgesehen.
lah/12/6.4.2017