Italien: Leonardo und Rheinmetall erhalten offenbar Panzerauftrag in Höhe von 3,7 Milliarden Euro

Lars Hoffmann

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Einem Bericht der italienischen Zeitung Milano Finanza vom Donnerstag zufolge hat das italienisch-deutsche Joint Venture Leonardo Rheinmetall Military Vehicles zwei Aufträge im Gesamtwert von rund 3,7 Milliarden Euro erhalten. Dabei gehe es um die Lieferung von Kampfpanzern und weiteren gepanzerten Plattformen aus dem Programm Army Armoured Combat System (A2CS), zu dem Schützenpanzer und weitere Kettenfahrzeuge auf Basis der Lynx-Plattform von Rheinmetall gehören. Wie es in dem Artikel heißt, der sich auf Informationen aus Finanzkreisen stützt, sollen im Rahmen des Auftrags die ersten „New Main Battle Tanks“ (NMBT) beschafft werden, die auf dem KF51 Panther von Rheinmetall basieren.

Im Gesamtbetrag von 3,7 Milliarden Euro seien 48 gepanzerte Kettenfahrzeuge und 30 Kampfpanzer enthalten. Der Gesamtwert des Modernisierungsprogramms wird laut Bericht auf etwa 23 Milliarden Euro geschätzt, bei einer Laufzeit bis 2037 für das NMBT-Programm und bis 2040 für das A2CS-Programm. Rheinmetall wollte sich unter Verweis auf institutionelle Abläufe nicht zu dem Bericht äußern. Details zu den bestellten Versionen und zu den Lieferzeiträumen nennt der Artikel nicht.

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Das italienisch-deutsche Joint Venture hatte im Sommer auf der Messe Eurosatory Prototypen des neuen Schützenpanzers und Kampfpanzers der italienischen Streitkräfte vorgestellt. Wie es damals hieß, werde der NMBT von Beginn an so konzipiert, dass er später eine Hauptwaffe im Kaliber 130 mm, das Rheinmetall 130mm Future Gun System, aufnehmen kann. Zunächst solle der Panzer jedoch mit einer 120-mm-Kanone L55 ausgestattet werden, die Leonardo gegenwärtig entwickelt. Letztere soll auch die Leonardo-Präzisionsmunition Vulcano verschießen können.

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Im November vergangenen Jahres war das 50:50-Joint-Venture mit der Lieferung des ersten Loses von 21 Schützenpanzern Lynx beauftragt worden. Das Chassis dieses Schützenpanzers dient als Basis für das Army Armoured Combat System.

Lars Hoffmann