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Heckler & Koch will rechtliche Möglichkeiten nutzen

Der Kleinwaffenhersteller Heckler & Koch ist nach eigenen Angaben heute darüber informiert worden, dass keines seiner beiden Angebote bei der Sturmgewehr-Ausschreibung der Bundeswehr zum Zuge kommen soll. „Vorbehaltlich einer ausgiebigen juristischen Überprüfung bedauern wir diese Entscheidung“, wird der Vorstandsvorsitzende Jens Bodo Koch in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. Gleichzeitig sei Heckler & Koch aber von der Qualität sowohl des HK416 als auch des HK433 absolut überzeugt. „Diese Qualität ist uns auch im Rahmen dieser Ausschreibung von der Bundeswehr bestätigt worden. Wir müssen mit unseren Produkten keinen Wettbewerb scheuen.“ Koch kündigt an,  die Entscheidung nun juristisch ausführlich  zu prüfen und alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.  Gestern hatte das Verteidigungsministerium Bundestagsabgeordnete über die Vergabe-Entscheidung informiert.

Nach Aussage des Managers sind die Auftragsbücher nach wie vor sehr gut gefüllt. „Die Zahl der Bestellungen aus aller Welt ist höher als wir derzeit abarbeiten können und die Nachfrage weiter hoch.“  Heckler & Koch sei wieder ein profitables Unternehmen. Aus diesem Grund ergeben sich aus der Sicht des Vorstands auch keine unmittelbaren Folgen für die Beschäftigten am Standort Oberndorf.

Das von Heckler & Koch unterbreitete Angebot für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr basiert der Meldung zufolge auf den breiten Erfahrungen des Unternehmens mit Aufträgen dieser Größe, auf einer realistischen und gewissenhaften Kostenkalkulation für ein Hightech-Produkt und auf der Verantwortung der Firma für den Erhalt von 950 Arbeitsplätzen am Standort Oberndorf.

Für die Bundeswehr-Ausschreibung hat Heckler & Koch das nach Firmenangaben hoch entwickelte HK416 nochmals verbessert und nachweislich alle Ausschreibungsbedingungen erfüllt. Dieses Gewehr habe sich seit seiner Markteinführung zum europäischen Sturmgewehr gemausert. Es befindet  sich laut Hersteller in zahlreichen Nato-Ländern im Einsatz, zum einen als Standardwaffe in Norwegen, Frankreich und im US Marine Corps, sowie als Sturmgewehr neben vielen anderen bei den Spezialkräften der USA, Polens und Großbritanniens. Derzeit führten auch das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) sowie die Kampfschwimmer diese Waffe als G95k ein.
lah/12/15.9.2020

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