Großbritannien gibt Einzelheiten zu einer Operation zur Bekämpfung russischer U-Boot-Aktivitäten im Nordatlantik bekannt

Sam Cranny-Evans

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Die Royal Navy und die Royal Air Force haben einen Monat lang russische U-Boote im Rahmen einer speziellen Operation verfolgt und überwacht, um sie daran zu hindern, die Unterwasserinfrastruktur des Vereinigten Königreichs zu sabotieren. Russische U-Boote wurden in der ausschließlichen Wirtschaftszone des Vereinigten Königreichs sowie in den Gewässern von Verbündeten gesichtet, erklärte Verteidigungsminister John Healey während einer Pressekonferenz am 9. April.

In Zusammenarbeit mit Verbündeten setzte Großbritannien ein P-8 Poseidon-Seefernaufklärungsflugzeug sowie ein Schiff ein. Sie verfolgten das U-Boot der Akula-Klasse und zwei U-Boote der Hauptverwaltung Tiefseeforschung (Glawnoje uprawlenije glubokowodnych issledowani, bekannt als GUGI) im Rahmen einer mehr als einen Monat dauernden Operation.

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Das Flugzeug flog mehr als 450 Stunden, und die Fregatte legte Tausende von Meilen zurück, erklärte Healey. Er fügte hinzu: „Ich gebe diese Erklärung ab, um auf diese russischen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Und an Präsident Putin richte ich die Worte: Wir sehen euch, wir sehen eure Aktivitäten über unseren Kabeln und unseren Pipelines, und ihr solltet wissen, dass jeder Versuch, diese zu beschädigen, nicht toleriert wird und schwerwiegende Konsequenzen haben wird.“

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Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Akula-Klasse nur ein Ablenkungsmanöver sei, und habe sich daher auf die GUGI-Boote konzentriert, sagte er. Die britischen Streitkräfte demonstrierten den russischen U-Booten, dass sie sie überwachten, indem sie Sonarbojen abwarfen und sie verfolgten. Der Minister betonte, dass dies dazu diente, den Russen zu zeigen, dass man wusste, wo sie sich befanden.

Dies ist eine gängige Taktik zur Überwachung und Abschreckung russischer Aktivitäten. Eine Fregatte könnte beispielsweise sehr nah an ein U-Boot heranfahren und es so zwingen, unter Wasser zu bleiben. Dies erhöht den Druck auf die Besatzung und schränkt deren Ausdauer ein.

Was haben die russischen U-Boote getan?

Der Minister betonte weiter, dass die Unterwasserinfrastruktur, zu der Kommunikationskabel und Energieinfrastruktur gehören, für das Vereinigte Königreich und seine Lebensweise von entscheidender Bedeutung sei. „Die Tatsache, dass sie wichtig ist, macht sie zu einem Ziel für unsere Gegner“, sagte er.

GUGI wurde speziell für Sabotageoperationen an Tiefsee-Infrastruktur konzipiert und soll direkt von Putin beauftragt worden sein. GUGI betreibt dazu eine Reihe von Tieftauch-U-Booten, wie die mit Titanrumpf ausgestatteten Losharik, Paltus und X-Ray, die in extremen Tiefen operieren können, wo die Folgen einer Sabotage besonders schwer zu beheben wären. Sie betreibt zudem Boote wie die „Belgorog“ (ein verlängertes U-Boot der Oscar-Klasse, das als Mutterschiff für Boote wie die „Losharik“ dient) und Überwasserschiffe wie die „Yantar“, die als operative Drehscheiben für tieftauchende, ferngesteuerte Fahrzeuge wie das „Harpsichord“ fungieren können.

Ein Satellitenbild, das den GUGI-Hauptstützpunkt zeigt.
Ein Satellitenbild, das den GUGI-Hauptstützpunkt zeigt. (UK MOD Crown Copyright 2026)

Es wird angenommen, dass GUGI für die Durchführung von Sabotageoperationen verantwortlich ist, die die Kommunikation erheblich stören könnten. Es ist jedoch anzumerken – und Healey betonte dies –, dass die Unterwasserinfrastruktur recht widerstandsfähig ist.

Es ist also sehr gewinnbringend, diese Infrastruktur einfach zu vermessen und zu überwachen, um zu verstehen, was sich wo befindet.

Die Reaktion des Vereinigten Königreichs auf die U-Boot-Bedrohung

Die U-Boot-Abwehr (ASW) ist eine Kernaufgabe der Royal Navy, für deren Unterstützung sie ständig Schiffe einsetzt. Um diese Mission zu unterstützen, erklärte Healey, dass das Vereinigte Königreich 2026 seine Flugzeugträgergruppe in den hohen Norden entsenden wird.

Gleichzeitig finanziert die Labour-Regierung im Rahmen des Projekts CABOT die „Atlantic Bastion“, eine Initiative zum Aufbau eines autonomen Sensornetzwerks im Nordatlantik. Dies wird dem ASW-Sensornetzwerk theoretisch eine gewisse Kontinuität verleihen.

Das Vereinigte Königreich hat eine Flotte von neun P-8A Poseidons beschafft und Hunderte Millionen in die Infrastruktur zur Unterstützung der Flugzeuge investiert. Es kooperiert zunehmend mit Deutschland und den USA bei P-8-Einsätzen im Nordatlantik.

Darüber hinaus beschaffen sowohl das Vereinigte Königreich als auch Norwegen die ASW-Fregatte vom Typ 26, die die ASW-Fähigkeiten beider Länder modernisieren und auffrischen wird. Die Lieferfristen haben sich jedoch verlängert, sodass die ersten Lieferungen an das Vereinigte Königreich erst 2028 und an Norwegen erst 2030 erfolgen werden. Es wird daher noch einige Zeit dauern, bis beide Nationen über die volle Flotte von 13 Schiffen verfügen, die diese Investition vorsieht.

Autor: Sam Cranny-Evans. Der Beitrag erschien erstmalig am 9.04.2026 in englischer Sprache auf der hartpunkt-Partnerseite Calibre Defence.