Fregatten der Klasse 125 sollen 32 Iris-T SLM erhalten

Lars Hoffmann

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Die bislang in puncto Luftverteidigung äußerst schwach bewaffneten Fregatten der Klasse 125 sollen in Zukunft einen deutlichen Fähigkeitszuwachs erhalten. So arbeitet der Rüstungskonzern Diehl Defence gegenwärtig an der Ausstattung der Schiffe mit insgesamt 32 Zellen von Iris-T-SLM-Flugkörpern. Nach Angaben von Diehl ist geplant, die Fregatten pro Einheit mit zwei neuen Startgeräten zu bestücken, die jeweils 16 Flugkörper aufnehmen können. Wie Harald Buschek, Chief Program Officer bei Diehl Defence, heute auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin im Gespräch mit hartpunkt erläuterte, werden die Startkanister der Flugkörper fest in senkrechter Position im Launcher installiert. Dieser werde Abweiserplatten am Boden aufweisen, damit der heiße Raketenstahl das Deck nicht beschädige.

Das Luftverteidigungssystem Iris-T SLM war im Herbst vergangenen Jahres erstmals beim Schießen von der Fregatte „Baden-Württemberg“ im norwegischen Andøya erfolgreich getestet worden. Der damals verwendete Werfer wies nur leichte Modifikationen zu dem auf einem Lkw transportieren Iris-T-Werfer für das Landsystem auf. Weder die für das Landsystem verwendeten Stützen noch die Hydraulik zum Anheben der Startkanister in 90-Grad-Position sind auf einem Schiff erforderlich. Der Wegfall spart Platz und Gewicht.

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Nach Aussage von Buschek soll bereits 2027 ein Prototyp des neuen Starters fertiggestellt werden. Womöglich könne auch der erste Testschuss noch im kommenden Jahr erfolgen, so der Manager. Beobachter rechnen damit, dass das Schießen auf hoher See bereits im 2. Quartal kommenden Jahres erfolgen könnte.

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Wie Buschek weiter ausführte, befindet sich Diehl Defence gegenwärtig in Vertragsverhandlungen mit dem BAAINBw zum neuen Launcher. Er hält es für wahrscheinlich, dass die Integration der „Iris-T SLM Naval“, wie Diehl Defence das Konzept offenbar nennt, in das zukünftige Standard-FüWES (Führungs- und Waffeneinsatzsystem) CMS 330 der Marine, ein Bestandteil des Vertrages wird. Dem Vernehmen nach sollen die Fregatten der Klasse 125 als erste Kampfschiffe der Deutschen Marine das CMS 330 erhalten. Beim Testschießen der Iris-T-SLM im vergangenen Jahr war das System noch nicht direkt ans FüWES angebunden.

Neben dem Verschuss der Iris-T SLM aus den neuen Launchern ist auch die Integration in das Vertical Launch System Mk 41 von Lockheed Martin, das auch von der Marine genutzt wird, zukünftig womöglich eine Option. Wie Buschek bestätigte, laufen dazu auf Industrieseite Gespräche.

Lars Hoffmann