Nach Angaben des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems wurde das Unternehmen mit der Lieferung weiterer abstandsaktiver Schutzsysteme des Typs Iron Fist zur Kampfwertsteigerung von CV90-Schützenpanzern eine NATO-Staates beauftragt.
Wie Elbit in einer heutigen Mitteilung schreibt, werden Iron-Fist-Schutzsysteme im Wert 150 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 128 Millionen Euro, an den CV90-Hresteller BAE Systems Hägglunds geliefert, um diese auf die Schützenpanzer eines europäischen NATO-Landes zu integrieren.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, folgt diese neue Auftragsvergabe auf einen wichtigen Meilenstein, der im September 2025 erreicht wurde, als Elbit Systems in Europa eine viel beachtete Live-Feuer-Demonstration durchführte, bei der die Fähigkeit von Iron Fist zur Abwehr hochentwickelter Wuchtgeschosse (KE-Penetrator) unter Beweis gestellt wurde. Während des Tests fing das System dem Unternehmen zufolge erfolgreich mehr als ein Dutzend 120-mm-KE-APFSDS-Panzerwuchtgeschosse ab – nach Darstellung des Herstellers „eine seltene Leistung im Bereich der abstandsaktiven Hard-Kill-Schutzsysteme“. Die Veranstaltung, an der hochrangige Vertreter der Streitkräfte und der Verteidigungsindustrie teilnahmen, bestätigte die Wirksamkeit von Iron Fist gegen einige der schwierigsten Panzerabwehrbedrohungen, denen man auf modernen Gefechtsfeldern begegnet.
Bei Iron Fist handelt es sich Elbit zufolge um ein fortschrittliches abstandsaktives Hard-Kill-Schutzsystem mit einem 360-Grad-Wirkradius, welches sich durch „hohe Leistung bei geringem Volumen, Gewicht und Energiebedarf“ auszeichnet.
Das System bietet Herstellerangaben zufolge gepanzerten Plattformen sowohl in offenem Gelände als auch in komplexen städtischen Umgebungen Schutz vor einer Vielzahl von Bedrohungen wie Panzerabwehrraketen, Panzerabwehrlenkflugkörpern, KE-Wuchtgeschossen sowie Drohnen- und Loitering-Munition, sowohl in offenem Gelände als auch in komplexen städtischen Umgebungen.
Für die Detektion nutzt das Schutzsystem zwei Sensoren, mit denen die Umgebung permanent auf anfliegende Bedrohungen abgetastet wird. Radar und passive Infrarot-Sensoren gewährleisten Elbit zufolge eine Rundum-Aufklärung. Anfliegende Geschossköpfe werden in Bruchteilen einer Sekunde erfasst, der Werfer mit der Abwehrladung entsprechend ausgerichtet und die Flugbahn des Effektors zur Abwehr berechnet. Ist dies erfolgt, wird die Abwehrladung abgefeuert und setzt neben der Bedrohung um, welche mittels der Splitterwirkung oder der Druckwelle unschädlich gemacht oder zumindest entscheidend ablenkt wird, so dass die Panzerung nicht mehr durchschlagen werden kann.
Waldemar Geiger

















