Norwegen und Großbritannien sind dem Forschungs- und Entwicklungsabkommen (F&E) des multinationalen Programms „Common Armoured Vehicle System“ (CAVS) beigetreten, dessen Ziel die Entwicklung und Lieferung moderner 6×6-Fahrzeuge ist. Wie das finnische Verteidigungsminsterium in einer aktuellen Mitteilung schreibt, umfasst das Abkommen sieben NATO-Mitgliedstaaten, darunter Lettland, Schweden, Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen und das Vereinigte Königreich. Finnland fungiere als federführende Nation des gesamten Programms. Das Abkommen wurde auch mit finnischen Rüstungsunternehmen Patria Land Oy unterzeichnet, dem Hauptentwickler und Lieferanten von CAVS-Fahrzeugen. Wie es weiter heißt, traten Großbritannien und Norwegen 2025 der technischen Vereinbarung des CAVS-Programms bei.
Durch die nun erfolgte Unterzeichnung des Forschungs- und Entwicklungsabkommens erhalten Norwegen und das Vereinigte Königreich den Angaben zufolge Zugang zu den Ergebnissen bereits bestehender Produktentwicklungspakete und können, vorbehaltlich nationaler Genehmigungen, auf Wunsch an der Weiterentwicklung von CAVS-Elementen teilnehmen.
Das Ziel des 2020 zwischen Finnland und Lettland ins Leben gerufenen Programms ist die Entwicklung eines gemeinsamen und interoperablen gepanzerten 6×6-Fahrzeugsystems für die Bedürfnisse der teilnehmenden Nationen. Patria hat laut Mitteilung bereits insgesamt 250 Fahrzeuge nach Finnland, Lettland, Schweden und Dänemark geliefert, und die Gesamtzahl der Bestellungen beläuft sich demnach auf fast 2.000 gepanzerte Fahrzeuge. Im September 2025 wurde im finnischen Tampere ein multinationales Verwaltungsbüro für das CAVS-Programm eröffnet, um eine effektive Verwaltung und Leitung des schnell wachsenden Programms zu ermöglichen.
Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen wird mit den Worten zitiert: „Das CAVS-Programm entwickelt sich zum bedeutendsten Verteidigungsprogramm für moderne gepanzerte Fahrzeuge in Europa. Das Programm stärkt die europäische Verteidigung und die Zusammenarbeit innerhalb der NATO, indem es die Bereitschaft der Länder zur Zusammenarbeit auf vielen verschiedenen Ebenen erhöht.“
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