Laut einem Bericht der polnischen Nachrichtenagentur PAP strebt das polnische Verteidigungsministerium im Rahmen eines neuen Militärplans bis 2039 eine Truppenstärke von 500.000 Soldaten an und die Entwicklung einer Abschreckungsfähigkeit durch „Punishment“ und „Denial“. Wie PAP am Freitag mit Bezug auf eine Veröffentlichung des polnischen Generalstabs berichtete, soll die Zahl der aktiven Soldaten auf 300.000 und die der Reservisten auf 200.000 steigen, darunter eine neu geschaffene Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft.
Ein zentraler Pfeiler des Plans ist nach Angaben des Generalstabs die Stärkung der Fähigkeiten in allen fünf Dimensionen – Land, Luft, See, Weltraum und Cyberspace – sowie im Informationsumfeld und im elektromagnetischen Spektrum. Dazu gehöre auch der Aufbau von Kapazitäten für kognitive Operationen.
Laut dem Generalstab ist der Leitgedanke des Plans ein Paradigmenwechsel im Bereich der Abschreckung durch die Entwicklung von Fähigkeiten zur „Deterrence by Punishment“. Dazu sollen unter anderem Präzisionsschläge auf Gravitationszentren des Gegners ausgeführt werden können. Darüber hinaus ist die Entwicklung einer integrierten Raketen-, Flug- und Drohnenabwehr im Rahmen von „Detterence by Denial“ vorgesehen,
Gegenwärtig sollen die polnischen Streitkräfte nach Schätzungen über eine Mannstärke von rund 235.000 aktiven Soldaten verfügen. Das Land ist dabei, massiv in die Verteidigung zu investieren. Berichten zufolge, sollten Planungen zufolge im vergangenen Jahr etwa 4,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgegeben werden.
Lars Hoffmann


















